„Wenn die Gedanken dich aufwühlen,
Wenn du voller Verlangen bist nach Schönem,
Dann nimmt in dir die Lebensgier zu
Und du bindest deine Fesseln nur noch fester.
Aber wenn dein Geist friedlich ist und heiter,
Wenn du achtsam
Auch das Nicht-Schöne betrachtest,
Dann machst du dem Leiden ein Ende.“
„Jene, die den Weg der Achtsamkeit gehen,
Haften nicht an Orten, Menschen, Dingen,
Wie Schwäne erheben sie sich vom See,
Lassen Orte, Menschen, Dinge los.“
„‚Sieh, wie er mich beschimpft und geschlagen hat,
Wie er mich niedergeworfen hat und beraubt.‘
Halte solche Gedanken fest,
Und dein Hass kommt nie zur Ruhe.
‚Sieh, wie er mich beschimpft und geschlagen hat,
Wie er mich niedergeworfen hat und beraubt.‘
Lass solche Gedanken los,
Und dein Hass kommt bald zur Ruhe.“
Zwei Zitate von Thích Nhất Hạnh zum Loslassen sind:
„Loslassen schenkt uns Freiheit, und Freiheit ist die einzige Bedingung für Glück. Wenn wir in unserem Herzen noch an irgendetwas festhalten – Wut, Angst oder Besitz – können wir nicht frei sein.“
„Die Vergangenheit ist nicht mehr, die Zukunft ist noch nicht da; es gibt nur einen Augenblick, in dem Leben vorhanden ist, und das ist der gegenwärtige Augenblick.“
„Ja, man muss seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. Aber es gibt keinen immerwährenden Traum, jeden löst ein neuer ab, und keinen darf man festhalten wollen.“
„Um starker Bindung an eine Sache entgegenzuwirken, solltest du Gedanken über die Unreinheit der Sache pflegen, über ihre unerwünschte Natur und so weiter. Um dem eigenen Übermut oder Stolz entgegenzuwirken, musst du über deine Unzulänglichkeiten nachdenken, die ein Gefühl von Demut hervorrufen können.“
„Wut und Hass sind wie ein Angelhaken. Es ist sehr wichtig für uns, sicherzustellen, dass wir nicht von diesem Haken gefangen werden.“
„Wenn dir ein Mensch Probleme bereitet und du dich bei ihm sehr schlecht fühlst, betrachtest du ihn als deinen Feind. Das ist ein Ziel für den Zorn. Untersuche dieses Ziel. Löse es auf. So findet der Zorn kein eigenständiges Ziel mehr.“