„Vor allen Dingen: Belügen Sie nicht sich selbst! Wer sich selbst belügt und an seine eigene Lüge glaubt, der kann zuletzt keine Wahrheit mehr unterscheiden, weder in sich noch um sich herum.“ Aus „Die Brüder Karamasow“ (1879)
„Zu keiner einzigen Wahrheit ist man gelangt, ohne dass man vorher vierzehnmal, vielleicht auch hundertvierzehnmal Unsinn geredet hätte.“ Aus „Schuld und Sühne“ (1866)
„Wenn man einmal die Wahrheit erkannt und gesehen hat, so weiß man ja, dass sie die Wahrheit ist, und dass es keine andere gibt und keine andere geben kann.“ Aus „Der Traum eines lächerlichen Menschen“ (1877)
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„Das Leben bietet eine Unmenge Chancen; sich zu viel Sorgen machen, bedeutet, Zeit zu verlieren.“
Aus einem Brief vom Januar 1868 an S. A. Iwanowa
„Eine ganze Stunde der Seligkeit! Ist das etwa wenig, selbst für ein ganzes Menschenleben?“ Aus „Weiße Nächte“ (1848)
„Das Leben ist ein Paradies; wir sind alle im Paradies und wollen es nur nicht wahrhaben. Wenn wir es wahrhaben wollten, würde gleich morgen auf der ganzen Welt das Paradies anheben.“ Aus „Die Brüder Karamasow“ (1879)
„Ein Traum? Was ist denn ein Traum? Ist nicht unser Leben ein Traum?“ Aus „Der Traum eines lächerlichen Menschen“ (1877)
„Das Geheimnis des menschlichen Seins besteht nämlich nicht darin, dass man lediglich lebt, sondern darin, wofür man lebt.“ Aus „Die Brüder Karamasow“ (1879)
„Ich überlege, was wohl die Hölle sein mag. Ich urteile darüber so: Sie ist der Schmerz darüber, dass man nicht mehr lieben kann.“ Aus „Die Brüder Karamasow“ (1879)
„Auf unserer Erde können wir nur mit Qualen und nur durch Qualen lieben! Wir verstehen nicht anders zu lieben und kennen keine andere Liebe. Mich verlangt nach Qual, um zu lieben.“ Aus „Der Traum eines lächerlichen Menschen“ (1877)
„Liebet ganz besonders die Kinder, denn auch sie sind frei von Sünde wie die Engel! Sie leben zu unserer Rührung, zur Läuterung unserer Herzen, als Hinweis für uns, wie wir werden sollten.“ Aus „Die Brüder Karamasow“ (1879)
„Die erste, leidenschaftliche Liebe wird ja allerdings vergehen; aber dann wird eine andere, noch schönere Liebe kommen.“ Aus „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ (1864)
„Man muss nicht nur für einen zufälligen Augenblick lieben, sondern für das ganze Leben. Zufällig lieben, das kann jeder, das tut sogar ein Bösewicht.“ Aus „Die Brüder Karamasow“ (1879)
„Alles hat der Mensch in seiner Hand, und doch lässt man sich alles an der Nase vorbeigehen, einzig und allein aus Feigheit …“
„Wenn du an eine bestimmte Grenze gelangst und sie nicht überschreitest, wirst du unglücklich sein, und wenn du sie überschreitest, vielleicht noch unglücklicher …“
„Auf seine eigne Art Unsinn zu reden, das ist sogar beinah besser, als nach allgemeinem Schema und nach fremdem Muster die Wahrheit zu reden; im ersten Falle ist man ein Mensch, im zweiten nur ein Papagei.“
„Nichts auf der Welt ist schwerer als Aufrichtigkeit und nichts leichter als Schmeichelei.“
„Wo eine umfassende Erkenntnis und ein tief empfindendes Herz vorhanden sind, da bleiben auch Leid und Schmerz nicht aus. Die wahrhaft großen Menschen müssen, wie ich glaube, auf der Welt eine große Traurigkeit empfinden.“
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„Eine ganze Stunde der Seligkeit! Ist das etwa wenig, selbst für ein ganzes Menschenleben?“
„So empfinden wir, wenn wir selbst unglücklich sind, das Unglück anderer stärker als sonst: Unsere Empfindung ist dann nicht eine geteilte, sondern eine einheitliche …“
„Ich verstehe nicht zu schweigen, wenn das Herz in meiner Brust redet.“
„Wie doch Freude und Glück einen Menschen verschönern! Wie einem das Herz von Liebe schwillt! Es ist, als wolle man sein ganzes eigenes Herz in ein anderes Herz ausgießen, als wolle man, dass alle Menschen fröhlich seien und lachten.“
„Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind, lieber Leser. Der Himmel war so voller Sterne und Helligkeit, dass man sich bei seinem Anblicke unwillkürlich fragen musste: Können denn wirklich unter einem solchen Himmel allerlei ärgerliche, launische Menschen leben?“
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„Der Weise fragt nicht, ob man ihn auch ehrt;
Nur er allein bestimmt sich seinen Wert.“ Johann Gottfried Seume
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„Nur wer schon bessere Zeiten erlebt hat und dafür lebt, wieder bessere Zeiten zu erleben, kennt ihren wahren Wert.“ Mark Twain
„Wir verleben unsere schönen Tage, ohne sie zu bemerken: Erst wann die schlimmen kommen, wünschen wir jene zurück. Tausend heitere, angenehme Stunden lassen wir, mit verdrießlichem Gesicht, ungenossen an uns vorüberziehn, um nachher, zu trüber Zeit, mit vergeblicher Sehnsucht ihnen nachzuseufzen.“ Arthur Schopenhauer
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