Das Gegenteil des Euphemismus heißt ‚Dysphemismus‘ oder ‚Kakophemismus‘. Bei diesem werden Personen, Dinge oder Themen absichtlich negativ dargestellt.
Beispiel: ‚Raubkopie‘ für eine urheberrechtswidrige Vervielfältigung, z. B. einer CD
Weiterlesen: Was ist das Gegenteil des Euphemismus?
Ein Euphemismus beschönigt, verhüllt oder mildert ein anstößiges oder unangenehmes Wort ab.
Weiterlesen: Welche Wirkung hat ein Euphemismus?
Ein Beispiel für einen Euphemismus ist, wenn man von einem verhaltenskreativen Kind spricht, statt es als ‚ungezogen‘ zu bezeichnen.
Weiterlesen: Was ist ein Euphemismus-Beispiel?
Die Metapher unterscheidet sich vom Vergleich, bei dem nicht direkt gesagt wird, dass die Sache oder Person etwas oder jemand anderes ist. Stattdessen vergleicht ein Vergleich die beiden Dinge/Personen mit Vergleichswörtern wie ‚als‘ oder ‚wie‘ (z. B. ‚sie verhält sich wie ein Engel‘).
Weiterlesen: Wie unterscheiden sich Metapher und Vergleich?
Ein Beispiel für eine Metapher ist der Satz ‚Die Zeit ist ein Dieb‘.
Dies ist eine Metapher, die eine Form des Verbs ‚sein‘ verwendet, um eine bildliche Aussage zu machen, dass etwas (‚Zeit‘) etwas anderes ist (‚ein Dieb‘). Damit soll angedeutet werden, dass die Zeit den Menschen etwas wegnimmt, ohne dies wörtlich zu sagen.
Die Metapher ist ein rhetorisches Mittel, das in vielen verschiedenen Kontexten vorkommt, von der Literatur bis zur alltäglichen Konversation. Sie sollte nicht mit dem Gleichnis verwechselt werden.
Weiterlesen: Was ist ein Metapher-Beispiel?
Malapropismen und Wortspiele ähneln sich insofern, als sie beide ein Wort durch ein ähnlich klingendes Wort ersetzen. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Art und Wirkung.
Ein Malapropismus ist ein unbeabsichtigter Sprachfehler, der in der Regel ein humoristisches Ergebnis hat (z. B. die Verwechslung von ‚ästhetisch‘ und ‚ätherisch‘).
Malapropismen sind in der Regel unbeabsichtigt, können aber auch absichtlich für einen komödiantischen Effekt verwendet werden (z. B. wenn eine Autorin oder ein Autor eine Figur erschafft, die aus Versehen Malapropismen verwendet).
Ein Wortspiel hingegen ist Absicht. Wortspiele nutzen in der Regel ähnlich klingende Wörter und doppelte Bedeutungen, um Witz oder Ironie zu erzeugen.
Mit anderen Worten: Ein Malapropismus entsteht aus Versehen und führt zu einer unsinnigen oder lustigen Aussage, die die sprechende Person nicht beabsichtigt hat. Ein Wortspiel ist beabsichtigt und wird zu komödiantischen oder rhetorischen Zwecken verwendet.
Weiterlesen: Was ist der Unterschied zwischen einem Malapropismus und einem Wortspiel?
Malapropismen und Spoonerismen sind jeweils Formen von Sprachfehlern, die sich allerdings unterscheiden.
Ein Malapropismus ist ein sprachlicher Fehler, bei dem ähnlich klingende Wörter mit unterschiedlichen Bedeutungen verwendet werden, z. B. ‚monogam‘ und ‚monoton‘.
Bei einem Spoonerismus hingegen werden versehentlich die Laute von Buchstaben oder Silben verschiedener Wörter verwechselt (z. B. ‚chork pops‘ statt ‚pork chops‘).
Kurz gesagt: Bei Malapropismen handelt es sich um die unbeabsichtigte Entstellung von Wörtern mit ähnlichem Klang, während bei Spoonerismen Laute oder Buchstaben zwischen Wörtern vertauscht werden.
Weiterlesen: Was ist der Unterschied zwischen einem Malapropismus und einem Spoonerismus?
Nein, ein Freud’scher Versprecher (= Freud’sche Fehlleistung oder Lapsus Linguae (lat.)) ist eine sprachliche Fehlleistung, bei der angeblich ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention der sprechenden Person unbeabsichtigt in die Aussage einfließt.
Beispiel: ‚Lass uns aufstoßen‘ statt ‚Lass uns anstoßen‘.
Beim Malapropismus wird nicht angenommen, dass ein (unterdrückter) Gedanke hinter dem Versprecher steckt.
Weiterlesen: Ist ein Malapropismus dasselbe wie ein Freud’scher Versprecher?
Das Gegenteil einer Personifikation ist die Depersonifikation (= Versachlichung). Menschen werden mit nicht menschlichen Eigenschaften dargestellt und z. B. wie Gegenstände beschrieben.
Ein Beispiel für eine Depersonifikation ist: „Mir gegenüber saßen zwei Statuen.“
Weiterlesen: Was ist das Gegenteil einer Personifikation?
Bei einer Vermenschlichung werden menschliche Eigenschaften z. B. Tieren, Naturerscheinungen oder Objekten zugeschrieben. Die Vermenschlichung als Stilmittel wird Personifikation genannt.
Ein Beispiel für eine Vermenschlichung ist: „Die Sonne lacht.“
Weiterlesen: Was ist eine Vermenschlichung als Stilmittel?