Mit einer normativen Aussage weist du darauf hin, dass ein Verhalten oder ein Vorgehen einer allgemein akzeptierten Norm entspricht oder entsprechen sollte.
Eine Norm ist eine allgemeine Regel oder Richtlinie, die von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert wird, wie Ehrlichkeit, Pünktlichkeit oder Respekt vor dem Eigentum anderer.
Allgemein gültige Normen werden in normativen Argumenten verwendet, um eine Behauptung (= These) zu begründen oder zu verstärken. Dadurch wird eine Aussage überzeugender.
Weiterlesen: Was ist eine normative Aussage?
Neben dem ‚Post-hoc-Fehlschluss‘ (post hoc ergo propter hoc) gibt es weitere argumentative Fehlschlüsse (= Trugschlüsse). Dazu zählt z. B. der sog. Zirkelschluss.
Es handelt sich hierbei um einen formalen Fehlschluss, bei dem eine Schlussfolgerung als wahr angenommen wird, ohne eigene Beweise vorzuweisen.
Weiterlesen: Welche Fehlschlüsse gibt es neben dem Post-hoc-Fehlschluss?
Bei einem ‚Post-hoc-Fehlschluss‘ (post hoc ergo propter hoc) wird aufgrund der zeitlichen Abfolge ein Kausalzusammenhang zwischen zwei Ereignissen vermutet.
Beispiel:
Ein CEO geht davon aus, dass die Einstellung eines neuen prominenten Sprechers unmittelbar zu einem Anstieg der Aktienkurse geführt hat.
Dabei lässt er andere Faktoren wie einen generellen Marktaufschwung unberücksichtigt.
Weiterlesen: Was ist ein Beispiel für einen Post-hoc-Fehlschluss?
Bei einem ‚Post-hoc-Fehlschluss‘ (post hoc ergo propter hoc) wird ein Ereignis allein aufgrund der zeitlichen Abfolge als Ursache für ein anderes Ereignis angenommen.
Der Fehlschluss entsteht häufig, weil Menschen sich Ereignisse erklären möchten und dazu geneigt sind, nach Mustern zu suchen.
Muster sind einfach zu verstehen und geben Sicherheit.
Weiterlesen: Wie kommt es zu Post-hoc-Fehlschlüssen?
Mit Red Herring werden unterschiedliche Ziele verfolgt. Dazu zählen:
- Vermeidung unerwünschter Fragen
- Ablenkung von Anschuldigungen
- Verwirrung des Publikums
- Hervorrufen starker Emotionen
- Steuerung des Verlaufs einer Debatte oder eines Gesprächs
Weiterlesen: Welches Ziel wird mit Red Herring verfolgt?
Red Herring bzw. Red Herring Fallacy ist ein Argument, mit dem bewusst ein Nebenthema eingeleitet wird, um vom eigentlichen Thema abzulenken.
Damit sollen Schwächen kaschiert oder unangenehme Themen umgangen werden.
Beispiel:
In einer Talkrunde wird ein Politiker zu Korruptionsvorwürfen befragt. Er antwortet, indem er den Schwerpunkt auf die Fehltritte seines politischen Gegners lenkt:
„Wir sollten uns eher Gedanken darüber machen, ob jemand wie XY geeignet ist, unser Land zu führen. Es ist eine Schande, was er sich in der letzten Woche wieder geleistet hat.“
In diesem Beispiel reagiert der Politiker nicht auf die Vorwürfe gegenüber seiner Person, sondern lenkt ab, indem er einen politischen Gegner kritisiert.
Sein Ziel ist, das Gesprächsthema so zu verändern, dass die Zuschauenden die ursprüngliche Kritik an seiner Person vergessen.
Weiterlesen: Was ist ein Beispiel für Red Herring Fallacy?
Red Herring gilt in der Argumentationstheorie als Trugschluss bzw. Fehlschluss.
Ein Trugschluss bedeutet, dass das vorgebrachte Argument nicht aufgegriffen und belegt bzw. widerlegt wird. Vielmehr wird vom eigentlichen Thema abgelenkt.
Red Herrings sind inhaltlich irrelevant für das ursprüngliche Thema. Sie gelten daher auch als Scheinargumente.
Weiterlesen: Warum gilt Red Herring als Trugschluss?
Wenn jemand ein Totschlagargument liefert, kannst du Folgendes tun:
- sachlich und ruhig bleiben,
- Rückfragen stellen,
- zuhören und
- weitere Fakten liefern, um deine Kompetenz zu unterstreichen.
Weiterlesen: Wie kann ich mit einem Totschlagargument umgehen?
‚Whataboutism‘ ist ein Diskussionsstil, bei dem auf Kritik oder eine Anschuldigung mit einer Gegenfrage zu einem anderen Thema reagiert wird. Es handelt sich um eine Unterart des Ad-hominem-Arguments.
Die Gegenfrage lenkt vom eigentlichen Thema ab und die eigene Verantwortung wird heruntergespielt.
Als ‚Totschlagargument‘ wird ein sog. ‚Scheinargument‘ bezeichnet, das vorgebracht wird, um Gesprächspartner/-innen zu verunsichern und ihre Argumente als haltlos darzustellen.
Totschlagargumente sollen das Gegenüber überrumpeln und unliebsame Gespräche beenden.
Weiterlesen: Ist Whataboutism ein Totschlagargument?
Scheinargumente sind nur ‚scheinbar‘ Argumente, da sie eine aufgestellte Behauptung inhaltlich nicht belegen. Sie zielen darauf ab, jemanden zu verunsichern oder vom eigentlichen Thema abzulenken.
Scheinargumente gelten als unsachlich und manipulativ.
Ein Beispiel ist das sog. ‚Totschlagargument‘.
Es wird verwendet, um das Gegenüber zu überrumpeln und dessen Argumente zu entkräften. Oft sind Betroffene derart verunsichert, dass die Diskussion dadurch beendet (‚totgeschlagen‘) wird.
Weitere Beispiele für Scheinargumente sind:
Weiterlesen: Was sind Scheinargumente?