Wechselpräpositionen | einfach erklärt mit Beispielen

Wechselpräpositionen sind Wörter wie ‚auf‘, ‚in‘ oder ‚vor‘, die eine Lage und eine Richtung ausdrücken können.

Je nach Bedeutung stehen sie vor Wörtern im Dativ oder Akkusativ:

Bedeutung Fall Beispiel
Lage Dativ Der Spieler steht auf dem Platz.
Richtung Akkusativ Der Spieler läuft auf den Platz.

Die Präposition bildet mit den zugehörigen Wörtern eine Wortgruppe, die sich mit ‚wo?‘ oder ‚wohin?‘ erfragen lässt:

Wo steht der Spieler? Auf dem Platz.

Wohin läuft der Spieler? Auf den Platz.

Tipp
Um Präpositionen richtig zu verwenden, nutze die kostenlose Rechtschreibprüfung von Quillbot.

Wechselpräpositionen mit Dativ und Akkusativ

Die 9 Wechselpräpositionen mit Dativ und Akkusativ sind:

Präposition Dativ Akkusativ
Lage (wo?) Richtung (wohin?)
an Die Wäsche hängt an der Leine. Sie hängt die Wäsche an die Leine.
auf Der Affe sitzt auf dem Baum. Der Affe klettert auf den Baum.
hinter Hinter dem Schuppen steht ein Rosenstrauch. Hinter den Schuppen pflanzt sie einen Rosenstrauch.
in Max schwimmt im Meer. Max hüpft ins Meer.
neben Sie sitzt neben ihm. Sie setzt sich neben ihn.
über Über dem Tal kreist ein Adler. Über das Tal fliegt ein Adler.
unter Der Hund liegt unter dem Sofa. Der Hund huscht unter das Sofa.
vor Das Auto steht vor der Garage. Er stellt das Auto vor die Garage.
zwischen Zwischen den Zeilen steht eine Notiz. Zwischen die Zeilen schreibt sie eine Notiz.

Hier kannst du die Tabelle als PDF herunterladen:

Wechselpräpositionen PDF

Einige der Präpositionen verschmelzen mit dem Artikel oft zu einem Wort, zum Beispiel:

  • in + dem → im
  • an + dem → am
  • auf + das → aufs

Wechselpräpositionen drücken ein räumliches Verhältnis aus und zählen deshalb zu den lokalen Präpositionen.

Sie lassen sich aber auch in anderer Bedeutung verwenden und gehören dann zu anderen Arten von Präpositionen:

Bedeutung Präposition Beispiel
Zeit temporale Präposition auf unbestimmte Zeit
Art und Weise modale Präposition auf seine Art
Grund kausale Präposition auf eigenen Wunsch

Wenn die Präpositionen nicht lokal verwendet werden, können sie meist nur mit einem bestimmten Fall (= Kasus) stehen:

Bedeutung Fall Beispiel
Art und Weise Dativ Er macht die Dinge auf seiner Art.
Akkusativ Er macht die Dinge auf seine Art.

Verben mit Wechselpräpositionen

Das Verb im Satz legt oft fest, in welcher Bedeutung Wechselpräpositionen verwendet werden und welchen Fall sie verlangen:

Verb Präposition Bedeutung Fall Beispiel
liegen auf Lage Dativ Das Buch liegt auf dem Tisch.
legen Richtung Akkusativ Sie legt das Buch auf den Tisch.

Wenn Verben ein Geschehen ausdrücken, das nicht auf ein Ziel gerichtet ist, stehen die Wechselpräpositionen mit Wörtern im Dativ:

Verb Beispiel
stehen Die Statue steht im Atelier.
sitzen Die Königin sitzt auf dem Thron.
hängen (unregelmäßiges Verb) Der Mantel hing an der Garderobe.

Wenn das ausgedrückte Geschehen auf ein Ziel gerichtet ist, fordern die Wechselpräpositionen den Akkusativ:

Verb Beispiel
stellen Der Bildhauer stellt die Statue in sein Atelier.
setzen Die Königin setzt sich auf den Thron.
hängen (regelmäßiges Verb) Er hängte den Mantel an die Garderobe.

Bei einigen Verben können die Wechselpräpositionen mit Dativ oder Akkusativ stehen:

Sie schloss das Bargeld ihrem Safe ein.

Sie schloss das Bargeld in ihren Safe ein.

Mit dem Dativ wirkt das Geschehen dann oft statischer, mit dem Akkusativ dynamischer.

Wechselpräpositionen: Übungen

Übung 1: Ergänze in den Sätzen die folgenden Wechselpräpositionen: an, auf, in, neben, über, unter.

  1. Das Strandhaus steht ___ einer Insel.
  2. Gehst du heute ___ die Mensa?
  3. Das Bild hängt ___ der Wand.
  4. ___ der Schule steht ein alter Kirschbaum.
  5. Sie macht Yoga ___ freiem Himmel.
  6. Der Helikopter fliegt ___ den See.
  1. Das Strandhaus steht auf einer Insel.
  2. Gehst du heute in die Mensa?
  3. Das Bild hängt an der Wand.
  4. Neben der Schule steht ein alter Kirschbaum.
  5. Sie macht Yoga unter freiem Himmel.
  6. Der Helikopter fliegt über den See.

Übung 2: Erfrage in den Sätzen die Wechselpräposition und zugehörige Wörter mit dem richtigen Fragewort (‚wo?‘ oder ‚wohin?‘).

  1. Er legt das Buch auf den Tisch.
  2. Sie hämmert den Nagel in die Wand.
  3. Hinter dem Hügel steht eine Villa.
  4. Das Fahrrad lehnt an der Mauer.
  5. Die Touristen stellen sich vor den Eiffelturm.
  6. München liegt in Oberbayern.
  1. Wohin legt er das Buch? Auf den Tisch.
  2. Wohin hämmert sie den Nagel? In die Wand.
  3. Wo steht eine Villa? Hinter dem Hügel.
  4. Wo lehnt das Fahrrad? An der Mauer.
  5. Wohin stellen sich die Touristen? Vor den Eiffelturm.
  6. Wo liegt München? In Oberbayern.

Hier kannst du die Übungen und Lösungen als PDF herunterladen:

Wechselpräpositionen Übungen PDF

Häufig gestellte Fragen zu Wechselpräpositionen

Was sind Wechselpräpositionen?

Wechselpräpositionen sind Wörter wie ‚auf‘, ‚in‘ oder ‚vor‘, die eine Lage und eine Richtung ausdrücken können.

Je nach Bedeutung stehen sie vor Wörtern im Dativ oder Akkusativ:

  • Lage → Dativ: Sie ist in der Bücherei.
  • Richtung → Akkusativ: Sie geht in die Bücherei.

Die Präposition bildet mit den zugehörigen Wörtern eine Wortgruppe, die sich mit ‚wo?‘ oder ‚wohin?‘ erfragen lässt:

  • Wo ist sie? In der Bücherei.
  • Wohin geht sie? In die Bücherei.

Tipp:

Um Präpositionen richtig zu verwenden, nutze die kostenlose Rechtschreibprüfung von Quillbot.

Was drücken Wechselpräpositionen mit Dativ und Akkusativ aus?

Wechselpräpositionen drücken mit dem Dativ eine Lage aus und mit dem Akkusativ eine Richtung.

Beispiel:

  • Dativ → Lage: Die Sängerin steht auf der Bühne.
  • Akkusativ → Richtung: Die Sängerin geht auf die Bühne.

Die Präposition bildet mit den zugehörigen Wörtern eine Wortgruppe, die sich mit ‚wo?‘ oder ‚wohin?‘ erfragen lässt:

  • Wo steht die Sängerin? Auf der Bühne.
  • Wohin geht die Sängerin? Auf die Bühne.

Tipp:

Um Präpositionen richtig zu verwenden, nutze die kostenlose Rechtschreibprüfung von Quillbot.

Was drücken Wechselpräpositionen mit dem Dativ aus?

Wechselpräpositionen drücken mit dem Dativ eine Lage aus.

Beispiele:

  • Die Katze sitzt vor dem Ofen.
  • An der Mauer hängt ein Schild.
  • Sie wohnt in der Innenstadt.

Sie bilden mit den zugehörigen Wörtern im Dativ eine Wortgruppe, die sich mit ‚wo?‘ erfragen lässt:

  • Wo sitzt die Katze? Vor dem Ofen.
  • Wo hängt ein Schild? An der Mauer.
  • Wo wohnt sie? In der Innenstadt.

Tipp:

Um Präpositionen richtig zu verwenden, nutze die kostenlose Rechtschreibprüfung von Quillbot.

Was drücken Wechselpräpositionen mit dem Akkusativ aus?

Wechselpräpositionen drücken mit dem Akkusativ eine Richtung aus.

Beispiele:

  • Die Katze setzt sich vor den Ofen.
  • Er hängt ein Schild an die Mauer.
  • Sie zieht in die Innenstadt.

Sie bilden mit den zugehörigen Wörtern im Akkusativ eine Wortgruppe, die sich mit ‚wohin?‘ erfragen lässt:

  • Wohin setzt sich die Katze? Vor den Ofen.
  • Wohin hängt er ein Schild? An die Mauer.
  • Wohin zieht sie? In die Innenstadt.

Tipp:

Um Präpositionen richtig zu verwenden, nutze die kostenlose Rechtschreibprüfung von Quillbot.

Welche Verben verwendet man oft mit Wechselpräpositionen?

Die folgenden Verben verwendet man oft mit Wechselpräpositionen:

  • stehen
  • sitzen
  • liegen
  • stellen
  • setzen
  • legen

Die ersten drei Verben drücken ein Geschehen aus, das nicht auf ein Ziel gerichtet ist. Deshalb stehen die zugehörigen Wechselpräpositionen mit Wörtern im Dativ:

  • Der Fernseher steht auf der Kommode.
  • Max sitzt auf der Bank.
  • Der Hund liegt auf dem Teppich.

Die letzten drei Verben drücken ein Geschehen aus, das auf ein Ziel gerichtet ist. Die zugehörigen Wechselpräpositionen stehen deshalb mit Wörtern im Akkusativ:

  • Sie stellt den Fernseher auf die Kommode.
  • Max setzt sich auf die Bank.
  • Der Hund legt sich auf den Teppich.

Tipp:

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Quellen in diesem Artikel

Wir empfehlen, in allen Texten auf verlässliche Quellen zu achten. Du kannst diesen Artikel direkt zitieren oder dir unten die verwendeten Quellen anschauen.

Dieser QuillBot-Artikel

Strohmeier, F. (2026, 31. March). Wechselpräpositionen | einfach erklärt mit Beispielen. Quillbot. Abgerufen am 8. April 2026, von https://quillbot.com/de/blog/praepositionen/wechselpraepositionen/

Quellen

Buscha, J., Helbig, G. (2017). Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Ernst Klett Sprachen.

Dudenredaktion (2016). Duden – Die Grammatik (9. Auflage). Dudenverlag.

Hoberg, R. & Hoberg, U. (2016). Der kleine Duden – Deutsche Grammatik (5. Auflage). Dudenverlag.

Weinrich, H. (2007). Textgrammatik der deutschen Sprache (4. Auflage). Georg Olms Verlag.

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Franz Strohmeier, M.Sc.

Franz hat einen Master in BWL und begeistert sich für die deutsche Sprache. Er lektoriert seit mehreren Jahren Sachtexte und schreibt über Grammatik, Logik und Stil.

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