Sehr bekannte Personen gelten aufgrund ihres Status für viele Menschen als Autorität. Ihre Aussagen haben entsprechend hohes Gewicht.
Wenn du eine berühmte Person zitieren möchtest, solltest du jedoch darauf achten, dass sie ausreichend Expertise auf dem jeweiligen Fachgebiet hat. Ansonsten könnte es passieren, dass dein Autoritätsargument ein Trugschluss ist und seine Wirkungskraft verliert.
Weiterlesen: Gilt es als Autoritätsargument, wenn die zitierte Person sehr berühmt ist?
Bei Autoritätsargumenten solltest du möglichst nicht deine Lehrpersonen zitieren, da ihre Autorität nicht ausreicht, um deine Argumente zu bekräftigen.
Es ist empfehlenswert, Personen zu zitieren, die aufgrund ihrer Expertise von vielen Menschen als Autorität wahrgenommen werden (z. B. Wissenschaftler/-innen).
Weiterlesen: Kann ich bei Autoritätsargumenten auch die Aussagen meiner Lehrkraft zitieren?
Autoritätsargumente können dir helfen, deine eigenen Argumente zu bekräftigen und Lesende zu überzeugen.
Wichtig ist, dass du die Autorität korrekt zitierst und die Bedingungen für Autoritätsargumente beachtest:
- Vertrauenswürdigkeit
- Korrektheit
- Kompetenz
- Meinungsvielfalt
Weiterlesen: Warum sollte ich Autoritätsargumente nutzen?
Um ein Argument richtig aufzubauen, kannst du dich an folgender Struktur orientieren:
- Behauptung (= These): Stelle eine Behauptung zum jeweiligen Thema auf.
- Erklärung: Erkläre, wieso du diese Behauptung vertrittst.
- Beispiel: Veranschauliche deine Behauptung anhand eines passenden Beispiels
Weiterlesen: Wie baue ich ein Argument richtig auf?
Je nach Fachgebiet und Kategorisierung kann es andere Argumenttypen geben, z. B.:
- Argumentum a priori (Beweis durch logische Gründe)
- Argumentum ad veritatem (Wahrheitsbeweis)
- Argumentum e contrario (Umkehrschluss)
- Logisches Nutzwertargument
- Totschlagargument
- Traditionsargument
Weiterlesen: Welche Argumenttypen gibt es noch?
Die richtige Schreibweise ist ‚Pro- und Contra-Argumente‘. Du kannst das Wort ‚contra‘ aber auch mit ‚k‘ schreiben, also ‚kontra‘.
Weiterlesen: Pro- und Contra-Argumente: Was ist die richtige Schreibweise?
Um Pro- und Contra-Argumente in einer Erörterung zu verwenden, kannst du wie folgt vorgehen:
- Erstelle eine Liste mit allen Pro- und Contra-Argumenten, die dir einfallen.
- Ordne alle Pro- und Contra-Argumente nach Wichtigkeit.
- Prüfe, ob die Pro- oder die Contra-Argumente überwiegen.
- Wenn du die gleiche Anzahl an Pro- und Contra-Argumenten hast, solltest du überlegen, welcher Seite du eher zustimmst. Versuche dann, ein weiteres Argument für diese Seite zu finden.
Weiterlesen: Wie verwende ich Pro- und Contra-Argumente in einer Erörterung?
Beim binären Denken, auch ‚Schwarz-Weiß-Denken‘ genannt, werden Menschen, Situationen oder Ideen in zwei Gruppen eingeteilt, die sich oft entgegenstehen.
Das Wort ‚binär‘ bezieht sich dabei auf ein Ordnungssystem, bei dem nur zwei Möglichkeiten anerkannt werden und das Spektrum dazwischen ignoriert wird. Diese Verzerrung kann zu Fehlschlüssen führen, z. B. zum Entweder-oder-Irrtum.
Weiterlesen: Was ist binäres Denken?
Mit dem Begriff ‚Spaltung‘ wird in der Psychologie ein Abwehrmechanismus beschrieben, bei dem Menschen in Extremen betrachtet werden.
Zum Beispiel hält ein Mensch einen anderen erst für vollkommen gut, entscheidet aber später, dass dieser vollkommen böse ist.
Schwarz-Weiß-Denken ist eine kognitive Verzerrung, die beim Argumentieren vorkommt und Menschen im Allgemeinen betrifft.
Spaltung tritt hingegen in zwischenmenschlichen Beziehungen auf und gehört zu bestimmten psychischen Erkrankungen wie der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Das Denken in Extremen macht Menschen anfällig für Fehlschlüsse, bei denen ein Sachverhalt übertrieben und vereinfacht dargestellt wird, etwa das falsche Dilemma.
Weiterlesen: Was bedeutet ‚Spaltung‘ in der Psychologie?
Beim differenzierten Denken wird anerkannt, dass Situationen, Ideen und Menschen komplex sind und in der Regel Stärken und Schwächen haben.
Es ermöglicht, flexibel zu sein sowie unterschiedliche Standpunkte und Interpretationen zu verstehen und wertzuschätzen.
Differenziertes Denken ist eng verbunden mit dem Erkennen von Zwischenstufen, was oft als Gegensatz zum Schwarz-Weiß-Denken dargestellt wird.
Bei diesem Ansatz geht es darum, mehrere Sichtweisen zu bedenken und zu würdigen sowie Komplexität und Zwischenstufen anzuerkennen. Hierbei wird darauf verzichtet, alles in extremen Begriffen zu interpretieren.
Weiterlesen: Was ist differenziertes Denken?