Gute-Nacht-Gedicht | Reime für süße Träume

Gute Nacht Bild

Hier findest du eine Sammlung an schönen, romantischen, lustigen, kurzen und langen Gute-Nacht-Gedichten – für schöne Träume und eine erholsame Nacht!

Klassische Gute-Nacht-Gedichte

Wir haben eine Auswahl der schönsten und bekanntesten klassischen Gute-Nacht-Gedichte für dich zusammengestellt:

Mondnacht (Joseph von Eichendorff, 1788–1857)

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Manche Nacht (Richard Dehmel, 1863–1920)

Wenn die Felder sich verdunkeln,
fühl ich, wird mein Auge heller;
schon versucht ein Stern zu funkeln,
und die Grillen wispern schneller.

Jeder Laut wird bilderreicher,
das Gewohnte sonderbarer,
hinterm Wald der Himmel bleicher,
jeder Wipfel hebt sich klarer.

Und du merkst es nicht im Schreiten,
wie das Licht verhundertfältigt
sich entringt den Dunkelheiten.
Plötzlich stehst du überwältigt.

Dem aufgehenden Vollmonde (Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Willst du mich sogleich verlassen?
Warst im Augenblick so nah!
Dich umfinstern Wolkenmassen,
Und nun bist du gar nicht da.

Doch du fühlst, wie ich betrübt bin,
Blickt dein Rand herauf als Stern!
Zeigest mir, daß ich geliebt bin,
Sei das Liebchen noch so fern.

So hinan denn! Hell und heller,
Reiner Bahn, in voller Pracht!
Schlägt mein Herz auch schmerzlich schneller,
Überselig ist die Nacht.

Die Nachtblume (Joseph von Eichendorff, 1788–1857)

Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.

Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauen Wind,
Ob’s Gedanken oder Träume? –

Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen:
Leise doch im Herzensgrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.

Waldesnacht (Paul Heyse, 1830–1914)

Waldesnacht, du wunderkühle,
die ich tausend Male Grüß;
nach dem lauten Weltgewühle,
O, wie ist dein Rauschen süß,
Träumerisch die Müden Glieder
berg ich weich ins Moos,
und mir ist als würd ich wieder
all der irren Qualen los.

Fernes Flötenlied vertöne,
das ein weites Sehnen rührt,
die Gedanken in die Schöne,
ach mißgönnte Ferne führt.
Laß die Waldesnacht mich wiegen,
stillen jede Pein,
und ein seeliges Genügen
saug ich mit den Düften ein.

In den heimlich engen Kreisen
wird dir wohl, du wildes Herz,
und ein Friede schwebt mit leisen
Flügelschlägen niederwärts.
Singet holde Vogellieder,
mich in Schlummer sacht!
Irre Qualen Löst euch wieder,
wildes Herz nun gute Nacht!

Der Mond ist aufgegangen, Strophe 1–3 (Matthias Claudius, 1740–1815)

Der Mond ist aufgegangen
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.

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Gute-Nacht-Gedichte: Liebe, Romantik, Leidenschaft

Wenn du romantische Gute-Nacht-Gedichte suchst, die voller Liebe und Leidenschaft stecken, bist du hier genau richtig!

Es ist Nacht (Christian Morgenstern 1871–1914)

Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält’s nicht aus,
hält’s nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

Die schöne Nacht (Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Nun verlaß’ ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Schritte
Durch den öden, finstern Wald:
Luna bricht durch Busch und Eichen,
Zephyr meldet ihren Lauf,
Und die Birken streun’ mit Neigen
Ihr den süßten Weihrauch auf.

Wie ergötz’ ich mich im Kühlen
Dieser schönen Sommernacht!
O wie still ist hier zu fühlen,
Was die Seele glücklich macht!
Läßt sich kaum die Wonne fassen,
Und doch wollt ich, Himmel, dir
Tausend solcher Nächte lassen,
Gäb mein Mädchen eine mir.

Helle Nacht (Richard Dehmel, 1863–1920)

Weich küßt die Zweige
der weiße Mond.
Ein Flüstern wohnt
im Laub, als neige,
als schweige sich der Hain zur Ruh:
Geliebte du –

Der Weiher ruht, und
die Weide schimmert.
Ihr Schatten flimmert
in seiner Flut, und
der Wind weint in den Bäumen:
wir träumen – träumen –

Die Weiten leuchten
Beruhigung.
Die Niederung
hebt bleich den feuchten
Schleier hin zum Himmelssaum:
o hin – o Traum – –

Vollmondnacht (Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Herrin, sag, was heißt das Flüstern?
Was bewegt dir leis die Lippen?
Lispelst immer vor dich hin,
Lieblicher als Weines Nippen!
Denkst du deinen Mundgeschwistern
Noch ein Pärchen herzuziehn?

„Ich will küssen! Küssen! sagt ich.“

Schau! Im zweifelhaften Dunkel
Glühen blühend alle Zweige,
Nieder spielet Stern auf Stern;
Und smaragden durchs Gesträuche
Tausendfältiger Karfunkel;
Doch dein Geist ist allem fern.

„Ich will küssen! Küssen! sagt ich.“

Dein Geliebter, fern, erprobet
Gleicherweis im Sauersüßen,
Fühlt ein unglücksel’ges Glück.
Euch im Vollmond zu begrüßen.
Habt ihr heilig angelobet,
Dieses ist der Augenblick.

Nachts (Peter Carl August Cornelius, 1824–1874)

Nachts bin vom Traum
schlaftrunken ich erwacht.
Wach war ich kaum,
da hab ich gleich an dich gedacht.

Die Lippe sprach
ein wunderheimlich Wort
dem Herzen nach,
dann träumt ich selig weiter fort.

Flieht einst auch dich
treulos die süße Ruh,
denk auch an mich,
sprich auch der Liebe Wörtlein du!

Sanft lockst du dann
die Ruhe, die dich mied,
in Traumesbann
wiegt dich aufs Neu der Liebe Lied.

Modernes Gute-Nacht-Gedicht

Kann nicht schlafen in der Nacht,
denn ich denke nur an dich.
Stundenlang lieg’ ich so wach.
Denkst du wohl auch an mich?

Und schlaf ich doch, so träume ich
den süß’ten Traum von dir.
Dann seh ich dich und wünsch mir fest,
du wärest hier bei mir.

Liebe und Romantik …
… stecken auch in unseren Liebesgedichten und den Valentinstagsgedichten!

Wenn du ein Herz für raffinierte Reime hast, schau dir auch diese Gedichte an:

Lustiges Gute-Nacht-Gedicht

Wenn du es humorvoll magst, kannst du auch ein lustiges Gute-Nacht-Gedicht versenden oder vortragen.

Schlaflos

Alles still. Die Welt, sie schläft.
Auch ich leg mich ins Bett.
Wälz mich unruhig hin und her,
als ob ich Flöhe hätt’.

Denk an dies und denk an das,
nur an Schlaf ist nicht zu denken.
Mit Schäfchenzähl’n versuch ich
die Gedanken umzulenken.

Auch das hilft nicht, d’rum stehe ich
noch einmal lustlos auf.
Was Leck’res aus dem Kühlschrank? –
Den Weg nehm’ in Kauf!

Danach geh ich zurück ins Bett,
doch bin ich noch nicht müde.
„Vorm Schlafen kein TV mehr“
ist wohl keine Plattitüde …

Und dann die Decke – viel zu heiß,
ich schmeiß sie von mir runter.
Mist, jetzt ist es viel zu kalt!
Und ich? Nun richtig munter.

Bald mischt sich noch das Summen
einer kleinen Mücke ein.
Täuscht erst an am rechten Ohr
und sticht mir dann ins Bein.

Draußen wird’s schon hell,
ich schlummer endlich ein.
Kurz d’rauf ruft schon der Wecker.
Und ich? Schlaf wie ein Stein.

Kurze Gute-Nacht-Gedichte

Sag viel in wenigen Worten – mit diesen kurzen Gute-Nacht-Gedichten.

Über allen Gipfeln ist Ruh (Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Über allen Gipfeln
Ist Ruh’,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

Mondbeglänzte Zaubernacht (Ludwig Tieck, 1773–1853)

Mondbeglänzte Zaubernacht,
Die den Sinn gefangen hält,
Wundervolle Märchenwelt,
Steig’ auf in der alten Pracht!

Nachthimmel und Sternenfall (Rainer Maria Rilke, 1875–1926)

Der Himmel, groß, voll herrlicher Verhaltung,
ein Vorrat Raum, ein Übermaß von Welt.
Und wir, zu ferne für die Angestaltung,
zu nahe für die Abkehr hingestellt.

Da fällt ein Stern! Und unser Wunsch an ihn,
bestürzten Aufblicks, dringend angeschlossen:
Was ist begonnen, und was ist verflossen?
Was ist verschuldet? Und was ist verziehn?

Nacht ist schon hereingesunken (Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Nacht ist schon hereingesunken,
Schließt sich heilig Stern an Stern,
Große Lichter, kleine Funken
Glitzern nah und glänzen fern;
Glitzern hier im See sich spiegelnd,
Glänzen droben klarer Nacht,
Tiefsten Ruhens Glück besiegelnd
Herrscht des Mondes volle Pracht.

Nachtlied (Johann Wilhelm Ludwig Gleim, 1719–1803)

Gute Nacht! Bis an den Morgen
Schlafen wir und uns’re Sorgen!
Unser Landeswächter wacht
Für uns alle! Gute Nacht!

Gute Nacht! Die guten Geister,
Die uns schützen, bleiben Meister
Im Getümmel ihrer Schlacht!
Gute, gute, gute Nacht!

Auszug aus „“  Gute Nacht (Wilhelm Müller, 1794–1827)

Will dich im Traum nicht stören,
Wär’ schad’ um deine Ruh’,
Sollst meinen Tritt nicht hören –
Sacht, sacht die Thüre zu!
Ich schreibe nur im Gehen
An’ Thor noch gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
Ich hab’ an dich gedacht.

Gute-Nacht-Gedichte für Kinder

Diese Gute-Nacht-Gedichten für Kinder helfen den Kleinen, sanft ins Reich der Träume zu gleiten.

Gute Nacht, mein Engelein

Gute Nacht, mein Engelein,
hüpfe in dein Bettchen rein.
Deinen Teddy geb ich dir,
noch eine Seite lesen wir.

Zart streichel ich dann dein Gesicht,
und dimme sanft das helle Licht.
Decke dich noch einmal zu:
Schließ die Augen, komm zur Ruh.

Bin für dich da, auch in der Nacht,
bis die Sonne wieder lacht.

Schlaf ein, mein liebes Kind

Schlaf ein, mein liebes Kind,
mach deine Äuglein zu.
Leg dein Köpfchen nieder,
die Welt kommt nun zur Ruh.

Das Land der Träume wartet,
es lädt dich dazu ein,
bei seiner Mondesreise
mit dabei zu sein.

Von den lieben Sternen
wirst du sanft bewacht.
Ich denk an dich und wünsche
dir eine gute Nacht.

Der Tag, er geht nun leis’ zur Ruh (Verfasser unbekannt*)

Der Tag, er geht nun leis’ zu Ruh,
du machst gleich deine Augen zu.
Der Tag mit dir, er war sehr schön,
ich sag dir nun auf Wiedersehn.

Sag Gute Nacht zu Stirn und Mund,
zu deinen Augen klein und rund,
zu deinen Armen, Fingern, Bauch,
zu deiner Nase sag ich’s auch.

Gute Nacht sag ich zu deinen Beinen,
zu deinen Zehen, diesen kleinen.
Gute Nacht, jetzt brauchst du Ruh,
schlaf ein und lass die Augen zu.

*gefunden in: „Spiel & Spaß im 1. Lebensjahr – Mia & Max“, Herausgeber: Stadt Gelsenkirchen.

Bist du müde, kleine Maus (Lied von D. Jöcker & L. Kleikamp)

Bist du müde, kleine Maus,
komm zu mir und ruh dich aus.
Kuschel dich ganz weich und warm
in meinen Arm.
Kuschel dich ganz weich und warm
in meinen Arm.

Wiege dich nun hin und her
wie ein Schiffchen auf dem Meer.
Wenn der Wind zur Ruhe geht
und nicht mehr weht.
Wenn der Wind zur Ruhe geht
und nicht mehr weht.

Streichle dir sehr sanft und leis
deine Bäckchen und ich weiß:
Liegst so gern in meinem Arm,
ganz weich und warm.
Liegst so gern in meinem Arm,
ganz weich und warm.

Tipp
Malen entspannt und ist eine passende Tätigkeit vor dem Schlafengehen.

Auf dem Quillblog findest du kreative Ausmalbilder, z. B.:

Häufig gestellte Fragen zu Gute-Nacht-Gedichten

Was ist ein kurzes Gute-Nacht-Gedicht?

Ein Beispiel für ein kurzes Gute-Nacht-Gedicht ist „Mondbeglänzte Zaubernacht“ von Ludwig Tieck (1773–1853):

Mondbeglänzte Zaubernacht,
Die den Sinn gefangen hält,
Wundervolle Märchenwelt,
Steig’ auf in der alten Pracht!

Auf unserem Blog stehen weitere Gedichte für Groß und Klein, z. B. fröhliche Guten-Morgen-Gedichte, melancholische Herbstgedichte oder gruselige Halloween-Gedichte.

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Was ist ein Gute-Nacht-Gedicht für Kinder?

Ein Beispiel für ein Gute-Nacht-Gedicht für Kinder ist:

Gute Nacht, mein Engelein,
hüpfe in dein Bettchen rein.
Deinen Teddy geb ich dir,
noch eine Seite lesen wir.

Zart streichel ich dann dein Gesicht,
und dimme sanft das helle Licht.
Decke dich noch einmal zu:
Schließ die Augen, komm zur Ruh.

Bin für dich da, auch in der Nacht,
bis die Sonne wieder lacht.

Tipp:

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Was ist ein romantisches Gute-Nacht-Gedicht?

Ein Beispiel für ein romantisches Gute-Nacht-Gedicht ist „Es ist Nacht“ von Christian Morgenstern (1871–1914):

Es ist Nacht
Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält’s nicht aus,
hält’s nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

Mehr Romantik gibt es auf dem Quillblog:

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Was ist ein süßes Gute-Nacht-Gedicht?

Ein süßes Gute-Nacht-Gedicht für Kinder lautet:

Schlaf ein, mein liebes Kind
Schlaf ein, mein liebes Kind,
mach deine Äuglein zu.
Leg dein Köpfchen nieder,
die Welt kommt nun zur Ruh.

Das Land der Träume wartet,
es lädt dich dazu ein,
bei seiner Mondesreise
mit dabei zu sein.

Von den lieben Sternen
wirst du sanft bewacht.
Ich denk an dich und wünsche
dir eine gute Nacht.

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Wie lautet ein Gute-Nacht-Gedicht von Goethe?

Ein Gedicht über die Nacht von Goethe lautet „Über allen Gipfeln ist Ruh“ – es ist eines seiner bekanntesten Werke.

Über allen Gipfeln ist Ruh
Über allen Gipfeln
Ist Ruh’,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

Komm auf den Quillblog und entdecke weitere Gute-Nacht-Gedichte.

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Anna Fragel, B.Sc.

Anna hat einen Hochschulabschluss in Logopädie. Sie hat als akad. Sprachtherapeutin und Dozentin gearbeitet. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Sprachentwicklung, Grammatik und Rechtschreibung.

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