Wie wird ein Zeilensprung auch genannt?
Ein Zeilensprung wird auch ‚Enjambement‘ genannt.
Der Ausdruck Enjambement kommt von dem französischen Verb ‚enjamber‘ (=überspringen) und wird in der Gedichtanalyse als Fachbegriff bevorzugt.
Ein Zeilensprung wird auch ‚Enjambement‘ genannt.
Der Ausdruck Enjambement kommt von dem französischen Verb ‚enjamber‘ (=überspringen) und wird in der Gedichtanalyse als Fachbegriff bevorzugt.
Das Reimschema ‚abaab‘ könnte man als Kreuzreim mit eingeschlossenem Paarreim bezeichnen.
| Wer ist es, wer mich so liebt, dass er | (a) |
| sein liebes Leben verstößt? | (b) |
| Wenn einer für mich ertrinkt im Meer, | (a) |
| so bin ich vom Steine zur Wiederkehr | (a) |
| ins Leben, ins Leben erlöst. | (b) |
(Rainer Maria Rilke, „Das Lied der Bildsäule“, 1899, Strophe 1)
Das Reimschema ‚abaab‘ besteht aus fünf Versen, es bildet also einen sogenannten Fünfzeiler.
Falls du einen längeren Verstext analysieren möchtest, kannst du mithilfe von QuillBots Tool den Text zusammenfassen lassen.
Beim Daktylus entspricht die Betonung der Silben dem Muster betont–unbetont–unbetont (= Hebung–Senkung–Senkung).
Einzelne Wörter, die wie ein Daktylus betont werden, sind z. B.:
Der Daktylus besteht wie der Anapäst immer aus drei Silben. Jambus und Trochäus bestehen dagegen nur aus zwei Silben.
Weitere Beispiele und Erklärungen zu diesen vier Versfüßen findest du in unserem Artikel über das Metrum.
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Ein Enjambement stellt eine Verbindung zwischen zwei Versen her. Es lockert dadurch den in vielen Gedichten vorherrschenden Zeilenstil auf und bewirkt eine Hervorhebung von Versende und -anfang. Dies gilt für alle Enjambements.
Abhängig von der Art und dem Bezug zum Inhalt kann ein Enjambement aber auch noch andere Wirkungen haben. Zum Beispiel:
Ob diese Wirkungen vorliegen oder nicht, lässt sich nur im Einzelfall und nach einer genaueren Analyse feststellen.
Der Kettenreim ist ein Reimschema, bei dem die Reime einem der folgenden Muster entsprechen:
Hier sind die ersten beiden Strophen des Gedichts „Terzinen über Vergänglichkeit I“ (1894) von Hugo von Hoffmannsthal, die als Reimschema einen Kettenreim (a-b-a-c-b-c) haben:
| Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen: | (a) |
| Wie kann das sein, daß diese nahen Tage | (b) |
| Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen? | (a) |
| Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt, | (c) |
| Und viel zu grauenvoll, als daß man klage: | (b) |
| Daß alles gleitet und vorüberrinnt … | (c) |
Wenn du dich gerade mit dem Thema Gedichtanalyse beschäftigst, könnten dich auch diese Reimschemas interessieren:
Auf unserem Blog erfährst du außerdem, was man unter einem ‚lyrischen Ich‘ und einem ‚Enjambement‘ versteht.
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Du erkennst das Metrum in einem Gedicht, indem du
Ein Gedicht, bei dem die Silben dem Muster unbetont–betont folgen und bei dem es pro Vers fünf betonte Silben gibt, hat als Metrum z. B. einen fünfhebigen Jambus.
Ein Gedicht, bei dem die Silben dem Muster betont–unbetont folgen und bei dem es pro Vers vier betonte Silben gibt, hat als Metrum z. B. einen vierhebigen Trochäus.
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