Der Dysphemismus ist eine negative Umschreibung eines neutralen oder positiven Begriffs.
Es handelt sich also um ein Stilmittel, bei dem bewusst ein abfälliger oder abwertender Begriff für eine Person, eine Sache oder eine Idee verwendet wird.
Dysphemismus Beispiel
verrecken (statt: sterben)
Drahtzieher (statt: Verantwortliche)
Dieses rhetorische Mittel wird meist bewusst eingesetzt, um negative emotionale Reaktionen hervorzurufen und Personen auf eine bestimmte Weise zu beeinflussen.
Den Dysphemismus findest du häufig im Alltag, in der Politik und im Journalismus.
Dysphemismus Beispiele aus Alltag, Politik & JournalismusAlltag:
Esel (statt: Mensch)
Schlange (statt: Mensch)
Sesselpupser/-in (statt: Beamte/-r)
Rechtsverdreher/-in (statt: Jurist/-in)
Politik:
Regime (statt: gewählte Regierung)
Hexenjagd (statt: legitime Kritik)
Lügenpresse (statt: Presse)
Journalismus:
Albtraum (statt: unangenehme Situation)
Schlachtfeld (statt: Chaos)
Im Alltag wird der Dysphemismus häufig eingesetzt, um Unmut über eine Situation oder Person zu äußern. In Bezug auf Personen(-gruppen) kann das Stilmittel auch diskriminierend sein und sollte deshalb vorsichtig verwendet werden.
In der Politik werden Dysphemismen meist verwendet, um gegnerische Positionen oder Maßnahmen abzuwerten bzw. ins Lächerliche zu ziehen. Dysphemismen werden auch häufig dazu eingesetzt, bewusst gegen Menschen zu hetzen.
Im Journalismus dient das Stilmittel dazu, Situationen zu skandalisieren und dadurch Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Der Dysphemismus ist das Gegenstück zum Euphemismus, bei dem eine Person, eine Sache oder eine Idee positiv umschrieben oder beschönigt wird.
Beim Parallelismushaben mindestens zwei Sätze oder Satzteile die gleiche Struktur. Die Reihenfolge der Wortarten oder Satzglieder ist also dieselbe, aber die Wörter am Anfang des Satzes oder Satzteils können unterschiedlich sein.