‚Zu‘ Wortart | Präposition, Adverb oder Partikel!
‚Zu‘ ist häufig eine Präposition, kann aber auch ein Adverb oder eine Partikel sein:
| Wortart | Beispiel |
|---|---|
| Präposition | Gehst du auch zu dem Konzert morgen? |
| Adverb | Das Kino ist schon zu. |
| Partikel | Wir sind zu spät. |
Manchmal gehört ‚zu‘ als Vorsilbe zu einem trennbaren Verb (z. B. ‚zubereiten‘):
Oft ist ‚zu‘ auch Teil bestimmter Verbformen:
Gerundiv: Sie schaltet eine Anzeige für das zu verkaufende Auto.
‚Zu‘ als Präposition: Verwendung und Bedeutung
Als Präposition steht ‚zu‘ mit Wörtern im Dativ:
Oft verschmilzt ‚zu‘ mit dem bestimmten Artikel zu einem Wort:
| Präposition | Artikel | Verschmelzung | Beispiel |
| zu | der | zur | Gehören die Bahamas eigentlich zur Karibik? |
| dem | zum | Tirol gehörte für kurze Zeit zum Königreich Bayern. |
Die Präposition ‚zu‘ kann folgende Bedeutungen haben:
| Bedeutung | Beispiel |
|---|---|
| Richtung | Die Touristen gingen zum Strand. |
| hinzukommen, hinzugeben | Zur Pizza gab es einen Salat. |
| Lage, Ort | Bist du morgen zu Hause? |
| Zeitpunkt, Zeitspanne | Zu Weihnachten besuchte sie ihre Großeltern. |
| Art und Weise | Die Tickets wurden zu Höchstpreisen verkauft. |
| Menge, Anzahl, Häufigkeit | Wir sind zur Hälfte fertig. |
| für (mit Preis) | Der Händler verkaufte die Erdbeeren zu fünf Euro die Schale. |
| von (mit Maß oder Gewicht) | Die Äpfel wurden in Beuteln zu zwei Kilo angeboten. |
| Zweck, Grund, Ziel | Hast du Paul schon zum Geburtstag gratuliert? |
| Ergebnis, Folge | Die Künstlerin meißelte den Marmorblock zu einer Statue. |
| allgemeine Beziehung | Der Staatsanwalt verhalf den Geschädigten zu ihrem Recht. |
Je nach Bedeutung ordnet man ‚zu‘ verschiedenen Arten von Präpositionen zu:
- Richtung → lokale Präposition
- Zeitpunkt → temporale Präposition
- Art und Weise → modale Präposition
- Grund → kausale Präposition
‚Zu‘ als Adverb: Verwendung und Bedeutung
Als Adverb wird ‚zu‘ vor allem in der Umgangssprache verwendet und kann Folgendes bedeuten:
| Bedeutung | Beispiel |
|---|---|
| geschlossen | Ist die Eisdiele schon zu? |
| Aufforderung, dass etwas geschlossen werden oder bleiben soll | Fenster zu! |
| Aufforderung, etwas zu beginnen oder weiterzumachen | Nur zu! |
Manchmal ist ‚zu‘ auch Teil des Präpositionaladverbs ‚dazu‘, steht im Satz aber getrennt von ‚da‘:
‚Zu‘ als Partikel: Verwendung und Bedeutung
Als Partikel steht ‚zu‘ vor Adjektiven und drückt ein Übermaß aus:
Kam dein Zug auch zu spät?
‚Zu‘ bei trennbaren Verben: Verwendung und Bedeutung
Als Vorsilbe lässt sich ‚zu‘ mit einem Basisverb zu einem trennbaren Verb verbinden:
| Vorsilbe | Basisverb | trennbares Verb |
| zu | frieren | zufrieren |
Im Satz steht die Vorsilbe oft getrennt vom Basisverb:
Die Vorsilbe ‚zu‘ kann Folgendes bedeuten:
| Bedeutung | trennbares Verb | Beispiel |
| verschließen, bedecken | zuschütten | Die Arbeiter schütten die Grube zu. |
| auf ein Ziel richten | zustürmen | Die Revolutionäre stürmten auf die Bastille zu. |
| hinzufügen, hinzugeben | zuzahlen | Zahlt dir die Krankenkasse zu? |
‚Zu‘ bei Verben im zu-Infinitiv und Gerundiv
‚Zu‘ ist ein Bestandteil von Verben, wenn sie in folgenden Formen stehen:
zu-Infinitiv
Der zu-Infinitiv ist eine Verbform, die aus ‚zu‘ und dem Infinitiv (= der Grundform) zusammengesetzt ist.
Bei nicht trennbaren Verben steht ‚zu‘ direkt vor dem Verb, bei trennbaren Verben wird es zwischen Vorsilbe und Basisverb eingeschoben:
| Verbart | Bestandteile | zu-Infinitiv |
| nicht trennbares Verb | zu + gewinnen | zu gewinnen |
| trennbares Verb | zu + zurückgewinnen | zurückzugewinnen |
Der zu-Infinitiv wird oft verwendet, wenn ein Verb von einem anderen Verb abhängt:
Die Politikerin versucht, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Gerundiv
Das Gerundiv ist eine Verbform, die aus ‚zu‘ und dem Partizip 1 gebildet wird:
Es steht vor Substantiven und drückt aus, dass etwas getan werden kann, muss oder soll:
| Bedeutung | Beispiel |
| können | die zu besichtigende Wohnung |
| sollen/müssen | die zu renovierende Wohnung |
Auf unserem Blog erfährst du auch, zu welcher Wortart folgende Wörter gehören:
Häufig gestellte Fragen zur Wortart von ‚zu‘
- Ist ‚zu‘ eine Präposition?
-
Ja, ‚zu‘ ist häufig eine Präposition.
Es steht dann mit Wörtern im Dativ:
- Klara fährt morgen zu ihrem Bruder.
‚Zu‘ kann aber auch ein Adverb oder eine Partikel sein:
- Adverb: Ist der Laden schon zu?
- Partikel: Das Auto war ihm zu teuer.
Auf unserem Blog erfährst du mehr zur Wortart von ‚zu‘.
Tipp:
Wenn du herausfinden willst, zu welcher Wortart ein Wort gehört, frag den kostenlosen KI-Chat von QuillBot.
- Ist ‚zu‘ ein Adverb?
-
Ja, ‚zu‘ kann ein Adverb sein.
Es wird dann vor allem in der Umgangssprache verwendet:
- Ist der Laden schon zu?
‚Zu‘ kann aber auch eine Präposition oder eine Partikel sein:
- Präposition: Klara fährt morgen zu ihrem Bruder.
- Partikel: Das Auto war ihm zu teuer.
Auf unserem Blog erfährst du mehr zur Wortart von ‚zu‘.
Tipp:
Wenn du herausfinden willst, zu welcher Wortart ein Wort gehört, frag den kostenlosen KI-Chat von QuillBot.
- Ist ‚zu‘ eine Partikel?
-
Ja, ‚zu‘ kann eine Partikel sein.
Es steht dann vor Adjektiven und drückt ein Übermaß aus:
- Das Auto war ihm zu teuer.
‚Zu‘ kann aber auch eine Präposition oder ein Adverb sein:
- Präposition: Klara fährt morgen zu ihrem Bruder.
- Adverb: Ist der Laden schon zu?
Auf unserem Blog erfährst du mehr zur Wortart von ‚zu‘.
Tipp:
Wenn du herausfinden willst, zu welcher Wortart ein Wort gehört, frag den kostenlosen KI-Chat von QuillBot.
Quellen in diesem Artikel
Wir empfehlen, in allen Texten auf verlässliche Quellen zu achten. Du kannst diesen Artikel direkt zitieren oder dir unten die verwendeten Quellen anschauen.
Dieser QuillBot-ArtikelStrohmeier, F. (2026, 17. March). ‚Zu‘ Wortart | Präposition, Adverb oder Partikel!. Quillbot. Abgerufen am 26. März 2026, von https://quillbot.com/de/blog/praepositionen/zu-wortart/
Dudenredaktion (2016). Duden – Die Grammatik (9. Auflage). Dudenverlag.
Dudenredaktion (2023). Duden – Deutsches Universalwörterbuch (10. Auflage). Dudenverlag.
Hoberg, R. & Hoberg, U. (2016). Der kleine Duden – Deutsche Grammatik (5. Auflage). Dudenverlag.
Wahrig-Burfeind, R. (2011). Wahrig – Deutsches Wörterbuch (9. Auflage). Wahrig.