Prädikat: Definition, Beispiele und Übungen

Das Prädikat ist ein zentraler Bestandteil eines Satzes. Es beschreibt die Handlung, den Zustand oder den Vorgang, der im Satz stattfindet.

Das Prädikat ist ein Satzglied, das aus einem oder mehreren Verben besteht. Es kann normalerweise mit den Fragen ‚Was tut das Subjekt?‘ oder ‚Was geschieht?‘ erfragt werden.

Beispiel: einfaches und zweiteiliges Prädikat
Einfaches Prädikat: Das Reh trinkt an der Wasserstelle.

  • Was tut das Reh? Es trinkt.

Zweiteiliges Prädikat: Lena geht schwimmen.

  • Was tut Lena? Sie geht schwimmen.

Das Prädikat ist das wichtigste Satzglied im Deutschen, denn jeder vollständige Satz muss ein Prädikat enthalten.

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‚Kennenzulernen‘ oder ‚kennen zu lernen‘: beides geht

Der Ausdruck ‚kennenzulernen‘/‚kennen zu lernen‘ kann zusammen- oder getrennt geschrieben werden.

Die von der Duden-Redaktion empfohlene Schreibweise lautet ‚kennenzulernen‘ (zusammen). Die Schreibweise ‚kennen zu lernen‘ (getrennt) ist jedoch ebenfalls korrekt.

Beispiel: ‚kennenzulernen‘ oder ‚kennen zu lernen‘ – beides richtig
  • Bald haben wir Gelegenheit, uns näher kennenzulernen.
  • Bald haben wir Gelegenheit, uns näher kennen zu lernen.

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‚Wieviel‘ oder ‚wie viel‘: immer getrennt schreiben

Der Ausdruck ‚wie viel‘ wird immer getrennt geschrieben. Die Zusammenschreibung ‚wieviel‘ ist falsch.

Der Grund dafür ist, dass sich der Ausdruck aus dem Fragewort ‚wie‘ und dem Indefinitpronomen ‚viel‘ zusammensetzt. Diese Wortarten werden in der Regel nicht zusammengeschrieben.

Beispiel: ‚wie viel‘ immer getrennt schreiben
  • Um wie viel Uhr treffen wir uns heute?
  • Um wieviel Uhr treffen wir uns heute?

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‚Nachwievor‘ oder ‚nach wie vor‘ | so ist es richtig

Der Ausdruck ‚nach wie vor‘ setzt sich aus drei eigenständigen Wörtern zusammen und wird daher immer getrennt geschrieben.

Die Schreibweise ‚nachwievor‘ (zusammen) ist falsch.

Beispiel: ‚nach wie vor‘ immer getrennt schreiben
  • In unserer Firma setzen wir nach wie vor auf faire Löhne.
  • In unserer Firma setzen wir nachwievor auf faire Löhne.

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‚Trotzdessen‘ oder ‚trotz dessen‘: immer vermeiden

Der Ausdruck ‚trotzdessen‘/‚trotz dessen‘ sollte grundsätzlich vermieden werden.

Die Schreibweise ‚trotzdessen‘ (zusammen) ist falsch und für die Schreibweise ‚trotz dessen‘ (getrennt) gibt es bessere Alternativen.

Verwende stattdessen ‚trotzdem‘ oder ‚ungeachtet dessen‘.

Beispiel: ‚trotzdessen‘/‚trotz dessen‘ immer vermeiden
  • Es regnete, aber wir gingen trotzdessen/trotz dessen spazieren.
  • Es regnete, aber wir gingen trotzdem/ungeachtet dessen spazieren.

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‚Aufgrunddessen‘ oder ‚aufgrund dessen‘: einfach erklärt

Der Ausdruck ‚aufgrund dessen‘/‚auf Grund dessen‘ wird immer getrennt geschrieben.

Die empfohlene Schreibweise lautet ‚aufgrund dessen‘ (zwei Wörter). Die Schreibweise ‚auf Grund dessen‘ (drei Wörter) ist jedoch ebenfalls möglich.

Nur die Zusammenschreibung ‚aufgrunddessen‘ ist immer falsch.

Beispiel: Schreibweisen von ‚aufgrund dessen‘
  • Empfohlen: Die Sturmwarnung wurde aufgehoben, aufgrund dessen ist der Strand wieder geöffnet.
  • Ebenfalls richtig: Die Sturmwarnung wurde aufgehoben, auf Grund dessen ist der Strand wieder geöffnet.
  • Immer falsch: Die Sturmwarnung wurde aufgehoben, aufgrunddessen ist der Strand wieder geöffnet.

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‚Infrage‘ oder ‚in Frage‘ | beides ist richtig

Der Ausdruck ‚infrage‘/‚in Frage‘ kann sowohl zusammen- als auch getrennt geschrieben werden.

Die von der Duden-Redaktion empfohlene Schreibweise lautet ‚infrage‘ (zusammen). Die Schreibweise ‚in Frage‘ (getrennt) ist jedoch ebenfalls möglich.

Beispiel: ‚infrage‘ oder ‚in Frage‘ – beides richtig
Empfohlen: Neue Forschungsergebnisse stellen bisherige Annahmen infrage.

Ebenfalls möglich: Neue Forschungsergebnisse stellen bisherige Annahmen in Frage.

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Objekt (Grammatik): mit Beispielen und Übungen

Das Objekt ist ein Saobtzglied, das das Prädikat ergänzt und aus einem oder mehreren Wörtern bestehen kann.

Beispiel: Objekt
Jana übt Klavier.

Viktor hilft seinem Bruder.

Je nachdem, in welchem Fall das Objekt steht, unterscheidet man zwischen

Anhand der passenden Fragen lassen sich die vier Objekte leicht bestimmen.

Die vier Objekte mit Fragen und Beispielen
Objektart Fall Frage Beispiel
Genitivobjekt Genitiv Wessen? Wir sind uns der Gefahr bewusst.
Dativobjekt Dativ Wem? Viktor hilft seinem Bruder.
Akkusativobjekt Akkusativ Wen oder was? Jana übt Klavier.
Präpositionalobjekt abhängig von der Präposition Z. B.: Von wem? Auf was? Über wen? Die Studierenden warten auf die Professorin.

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Was ist ein Enjambement? Wirkung & Beispiele

Das Enjambement ist ein Stilmittel, bei dem ein Satz oder Gedanke über die Versgrenze hinausgeht. Es kommt vor allem in Gedichten vor und wird auch ‚Zeilensprung‘ genannt.

Beispiel: Enjambement
Nah ist ↩
↪ Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst ↩
↪ Das Rettende auch.

(Friedrich Hölderlin, „Patmos“, Strophe 1)

Die Funktion eines Enjambements besteht darin, eine Verbindung zwischen zwei Versen herzustellen. Die Monotonie des in vielen Gedichten vorherrschenden ‚Zeilenstils‘ wird dadurch aufgebrochen und Versende und -anfang werden hervorgehoben.

Beachte
Unter ‚Zeilenstil‘ versteht man in der Gedichtanalyse einen Stil, bei dem das Satzende immer (oder fast immer) mit dem Versende zusammenfällt.

Das Gegenteil davon ist der ‚Hakenstil‘. Hier fällt das Satzende nie (oder fast nie) mit dem Satzende zusammen. Die Verse sind durch Enjambements verbunden.

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Subjekt: einfach erklärt mit Beispielen und Übungen

Das Subjekt eines Satzes ist normalerweise die Person oder Sache, die etwas tut.

Es kann aus einem oder mehreren Wörtern bestehen und steht immer im Nominativ.

Die Subjektfrage lautet ‚wer oder was?‘.

Beispiel: das Subjekt tut etwas
Eva geht heute an den Strand.
→ Wer oder was geht heute an den Strand? Eva.

Er will ein Buch lesen.
→ Wer oder was will ein Buch lesen? Er.

Das Auto steht in der Garage.
→ Wer oder was steht in der Garage? Das Auto.

In manchen Sätzen geht es allerdings nicht darum, dass das Subjekt etwas tut.

Stattdessen wird dem Subjekt hier eine bestimmte Eigenschaft zugeschrieben oder es wird mit einer anderen Person oder Sache gleichgesetzt.

Beispiel: das Subjekt wird mit etwas anderem gleichgesetzt
Eva ist Bauingenieurin.
→ Wer oder was ist Bauingenieurin? Eva.

Er ist neugierig.
→ Wer oder was ist neugierig? Er.

Das Auto ist mehr als ein bloßes Fortbewegungsmittel.
→ Wer oder was ist mehr als ein bloßes Fortbewegungsmittel? Das Auto.

Beachte
Wenn das Subjekt mit einer anderen Person oder Sache gleichgesetzt wird, steht nicht nur das Subjekt im Nominativ, sondern auch die andere Person oder Sache.

Man spricht in diesem Fall von dem Gleichsetzungsnominativ. Er tritt meist in Sätzen mit den Verben ‚sein‘, ‚werden‘ oder ‚bleiben‘ auf.

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