Artikel im Deutschen: Regeln

Es gibt im Deutschen drei bestimmte Artikel:

  • der für maskuline (= männliche) Substantive
  • die für feminine (= weibliche) Substantive
  • das für neutrale (= sächliche) Substantive

Das Genus (= grammatisches Geschlecht) eines Substantivs ist nicht immer am Substantiv selbst erkennbar.

In einigen Fällen kannst du es jedoch aus den folgenden Merkmalen ableiten:

  • der Kategorie, zu der das Substantiv zugeordnet werden kann, und
  • der Endung des Substantivs.

Zum Beispiel sind Substantive der Kategorie ‚Wochentag‘ maskulin (z. B. der Freitag) und Substantive mit der Endung ‚-heit‘ feminin (z. B. die Freiheit).

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Bestimmter Artikel: Verwendung, Deklination und Beispiele

Die bestimmten Artikel im Deutschen sind ‚der‘, ‚die‘ und ‚das‘.

Bestimmte Artikel stehen vor Substantiven (= Nomen), die eindeutig bestimmte Personen, Sachen oder Begriffe bezeichnen. Substantive sind eindeutig bestimmt, wenn sie

  • bereits erwähnt wurden,
  • bekannt sind oder
  • mit einem Attribut stehen.
Beispiel: Verwendung bestimmter Artikel
Wir gehen morgen auf ein Konzert. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Der Bundeskanzler hielt eine Rede.

Tom fuhr das Auto seines Vaters.

Ein Attribut beschreibt ein Substantiv näher. Es ist dem Substantiv entweder vorangestellt oder wie im letzten Beispielsatz nachgestellt.

Der bestimmte Artikel muss in den folgenden Kategorien an das Substantiv angepasst werden:

  • Genus (= Geschlecht): der Tag, die Woche, das Jahr
  • Numerus (= Anzahl): der Tag, die Tage
  • Kasus (= Fall): der Tag, des Tages, dem Tag(e), den Tag

‚Des‘, ‚dem‘ und ‚den‘ sind Kasusformen des bestimmten Artikels im Genitiv, Dativ und Akkusativ.

Beachte:
Wenn Personen, Sachen oder Begriffe nicht eindeutig bestimmt sind, steht vor dem sie bezeichnenden Substantiv der unbestimmte Artikel.

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Unbestimmter Artikel: Verwendung, Deklination und Beispiele

Die unbestimmten Artikel im Deutschen sind ‚ein‘ und ‚eine‘.

Unbestimmte Artikel stehen vor Substantiven (= Nomen), die Personen, Sachen oder Begriffe bezeichnen, die

  • nicht näher bestimmt sind,
  • erstmals erwähnt werden oder
  • unbekannt sind.
Beispiel: Verwendung unbestimmter Artikel
Lisa möchte in eine Wohnung ziehen.

  • Hier wird nicht näher bestimmt, in welche Wohnung Lisa ziehen möchte.

Ich habe morgen ein Referat. Das Referat beginnt um 10 Uhr.

  • Bei der ersten Erwähnung des Referats steht der unbestimmte Artikel (ein), bei der zweiten dagegen der bestimmte Artikel (das).

Auf deine Anzeige hat sich ein Mann gemeldet.

  • Der Sprecher oder die Sprecherin kennt den Mann nicht.

Der unbestimmte Artikel kommt nur im Singular (= Einzahl) vor. Im Plural (= Mehrzahl) stehen Substantive, die nicht eindeutig bestimmt sind, ohne Artikel.

Beispiel: Numerus (= Anzahl) unbestimmter Artikel
Singular: Marie liest ein Buch.

Plural: Marie liest Bücher.

Der unbestimmte Artikel muss hinsichtlich Genus (= grammatisches Geschlecht) und Kasus (= Fall) an das Substantiv angepasst werden. Ob du die korrekte Form gewählt hast, kannst du mit der Rechtschreibprüfung von QuillBot überprüfen.

Beispiel: Genus und Kasus unbestimmter Artikel
Genus: ein Tag, eine Woche, ein Jahr

Die Formen des unbestimmten Artikels sind meist gleich bei maskulinen (= männlichen) Substantiven (z. B. Tag) und neutralen (= sächlichen) Substantiven (z. B. Jahr).

Kasus: ein Tag, eines Tages, einem Tag(e), einen Tag

‚Eines’, ‚einem’ und ‚einen’ sind Kasusformen des unbestimmten Artikels im Genitiv, Dativ und Akkusativ.

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Possessivartikel: Übersicht, Deklination und Übung

Die Possessivartikel im Deutschen sind ‚mein‘, ‚dein‘, ‚sein‘, ‚ihr‘, ‚unser‘ und ‚euer‘.

Possessivartikel zeigen Besitz oder Zugehörigkeit an.

Beispiel
Besitz: Max sucht seine Uhr.

Zugehörigkeit: Lisa ist meine Freundin.

Bei der Verwendung des Possessivartikels unterscheidest du zwischen

  • dem Possessor (= der grammatischen Person, auf die sich der Possessivartikel bezieht) und
  • dem Possessum (= dem Substantiv, das nach dem Possessivartikel steht).

Beispiel: Possessor und Possessum

possessor und possessum

Durch Person, Numerus (= Anzahl) und Genus (= grammatisches Geschlecht) des Possessors wird bestimmt, welcher Possessivartikel gewählt wird (z. B. mein, dein oder sein).

Durch Genus, Numerus und Kasus (= Fall) des Possessums wird festgelegt, welche Endung der Possessivartikel erhält (z. B. sein-e oder sein-en).

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