Als Gegenteil von Schwarz-Weiß-Denken wird oft das Erkennen von Zwischenstufen oder Nuancen genannt. Bei dieser Denkweise werden Feinheiten und Komplexität wahrgenommen und es wird ein Spektrum von Möglichkeiten anerkannt.
Wenn wir auf die kognitive Verzerrung des Schwarz-Weiß-Denkens verzichten, können wir die Welt tiefgehender und ausgewogener beurteilen.
Sofern wir Zwischenstufen und Komplexität wahrnehmen, können wir Fehlschlüsse wie das falsche Dilemma vermeiden.
Weiterlesen: Was ist das Gegenteil von Schwarz-Weiß-Denken?
Das Ad absurdum findet in verschiedenen Bereichen Verwendung, z. B. in den folgenden:
- Mathematik
- Philosophie
- Politik
- Rechtswissenschaft
Weiterlesen: Wo findet das ‚ad absurdum‘ Verwendung?
Ja, es gibt für ‚ad absurdum‘ ein Synonym. Du kannst stattdessen auch ‚Reductio ad absurdum‘ oder ‚Argumentum ad absurdum‘ sagen.
In allen Fällen ist dasselbe gemeint.
Weiterlesen: Gibt es für ‚ad absurdum‘ ein Synonym?
Ja, für den lateinischen Ausdruck ‚ad absurdum‘ gibt es eine Übersetzung. Auf Deutsch lässt er sich in etwa mit ‚Zurückführung auf das Sinnlose‘ übersetzen.
Weiterlesen: Gibt es für ‚ad absurdum‘ eine Übersetzung?
Ein Petitio principii ist ein Fehlschluss, bei dem die Prämisse nahelegt, dass die Konklusion wahr ist.
Ein Beispiel für eine Petitio principii ist das folgende Argument:
„Wahlprognosen sind unzuverlässig (Prämisse), also ist die Prognose für die nächste Wahl unzuverlässig (Konklusion).“
Weiterlesen: Was ist eine Petitio principii?
‚Zirkelschluss‘ und ‚Zirkelbeweis‘ werden zwar häufig synonym verwendet, es gibt aber einen feinen Unterschied zwischen den beiden Fehlschlüssen:
- Ein Zirkelschluss liegt vor, wenn die Belege, die eine Behauptung stützen sollen, die Behauptung nur wiederholen. Ein Beispiel ist das folgende Argument: „Menschen haben einen freien Willen, weil sie wählen können, was sie tun.“
- Ein Zirkelbeweis liegt hingegen vor, wenn du von der Wahrheit eines Arguments ausgehst, um eine Konklusion zu rechtfertigen. Bei einem Zirkelbeweis stellst du eigentlich die Frage: Ist die Prämisse des Arguments tatsächlich wahr? Betrachte z. B. das folgende Argument: „Schlangen sind tolle Haustiere, also sollten wir uns eine Schlange anschaffen.“ Hier ist die Frage: Sind Schlangen wirklich tolle Haustiere?
Anders ausgedrückt: Du kannst den Zirkelbeweis als eine Variante des Zirkelschlusses betrachten.
Weiterlesen: Wie unterscheiden sich Zirkelschluss und Zirkelbeweis?
Das Strohmann-Argument kann als Unterkategorie des Red Herring verstanden werden.
Der Red Herring ist eine Art Ablenkungsmanöver und wird auch als Fehlschluss der Relevanz bezeichnet.
Das Strohmann-Argument ist hingegen auf irrelevante Informationen beschränkt, z. B. auf die stark vereinfachte oder verzerrte Darstellung eines Gegenarguments.
Weiterlesen: Worin unterscheiden sich das Strohmann-Argument und der Red Herring?
Das Strohmann-Argument ist ein Problem, da es eine produktive Diskussion verhindert und eine Lösungsfindung erschwert. Denn es wird von den wirklich wichtigen Punkten abgelenkt.
Eine Person, die das Strohmann-Argument nutzt, verliert außerdem an Glaubwürdigkeit, weil das Argument Unehrlichkeit suggeriert.
Weiterlesen: Warum ist das Strohmann-Argument ein Problem?
Um ein Strohmann-Argument effektiv zu kontern, solltest du es so klar wie möglich aufzeigen.
Wiederhole dein ursprüngliches Argument noch mal genau, um Missverständnisse zu beseitigen, und bitte die Gegenseite, auf deinen eigentlichen Standpunkt einzugehen.
So kannst du nicht nur den Irrtum verdeutlichen, der dem Strohmann-Argument zugrunde liegt, sondern auch den Fokus der Debatte wieder auf das Wesentliche legen.
Weiterlesen: Wie soll ich ein Strohmann-Argument kontern?
Das Tu-quoque-Argument und Whataboutism überschneiden sich manchmal, haben aber unterschiedliche Merkmale.
- Das Tu-quoque-Argument ist eine Variante des Ad-hominem-Arguments. Dabei wird auf Kritik geantwortet, indem man auf die Heuchelei im Verhalten des Kritikers oder der Kritikerin hinweist. Man sagt im Grunde: „Du tust das, wofür du mich kritisierst.“
- Whataboutism ist eine umfassendere Taktik. Dabei wird auf einen Vorwurf geantwortet, indem man auf ein anderes Thema abschweift oder einen Gegenvorwurf erhebt. Hier wird der Fokus verschoben, indem man im Grunde sagt: „Was ist mit dieser anderen Sache?“
Beide Ansätze werden typischerweise als nicht formale Fehlschlüsse oder irreführende Argumentationsansätze angesehen.
Weiterlesen: Was ist der Unterschied zwischen Tu-quoque-Argumenten und Whataboutism?