Wann setze ich beim Infinitivsatz ein Komma?

Beim Infinitivsatz musst du in drei Fällen ein Komma setzen:

  1. Der Infinitivsatz wird eingeleitet mit den Wörtern ‚als‘, ‚(an)statt‘, ‚außer‘, ‚ohne‘ oder ‚um‘:
  • Er spielt lieber Computer, als Sport zu machen.
  • Anstatt Sport zu machen, spielt er Computer.
  • Er tat alles, außer Sport zu machen.
  • Er ist schlank, ohne Sport zu machen.
  • Um mehr Sport zu machen, sucht er sich eine Laufgruppe.
  1. Der Infinitivsatz hängt von einem Verb, Nomen, Adjektiv oder Partizip ab:
  • Er plant, mehr Sport zu machen.
  • Er verwirft den Plan, mehr Sport zu machen.
  • Er ist bereit, mehr Sport zu machen.
  • Er ist motiviert, mehr Sport zu machen.
  1. Der Infinitivsatz wird durch ein hinweisendes Wort angekündigt oder wieder aufgenommen:
  • Es lohnt sich, Sport zu machen.
  • Sport zu machen, das lohnt sich.

Kein Komma darfst du in zwei Fällen setzen:

  1. Der Infinitivsatz ist fest mit dem übergeordneten Satz verwoben:
  • nicht verwoben: Er hat schon oft vergeblich versucht, seinen Trainingsplan einzuhalten.
  • verwoben: Vergeblich hat er seinen Trainingsplan schon oft einzuhalten versucht.
  1. Der Infinitivsatz ist das Subjekt des übergeordneten Satzes und steht ohne ‚zu‘:
  • Den Trainingsplan einhalten gelingt ihm nicht.

Du kannst ein Komma setzen oder nicht, wenn zum zu-Infinitiv keine weiteren Wörter gehören:

  • Er verwirft seinen Plan, zu trainieren.
  • Er verwirft seinen Plan zu trainieren.

Tipp:

Um Kommas korrekt zu setzen, nutze unsere Rechtschreibprüfung.