Was ist ein Kettenreim?
Der Kettenreim ist ein Reimschema, bei dem die Reime einem der folgenden Muster entsprechen:
- a-b-a-b-c-b
- a-b-a-c-b-c
Hier sind die ersten beiden Strophen des Gedichts „Terzinen über Vergänglichkeit I“ (1894) von Hugo von Hoffmannsthal, die als Reimschema einen Kettenreim (a-b-a-c-b-c) haben:
| Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen: | (a) |
| Wie kann das sein, daß diese nahen Tage | (b) |
| Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen? | (a) |
| Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt, | (c) |
| Und viel zu grauenvoll, als daß man klage: | (b) |
| Daß alles gleitet und vorüberrinnt … | (c) |
Wenn du dich gerade mit dem Thema Gedichtanalyse beschäftigst, könnten dich auch diese Reimschemas interessieren:
- Paarreim: a-a-b-b
- Kreuzreim: a-b-a-b
- umarmender Reim: a-b-b-a
- Schweifreim: a-a-b-c-c-d
- verschränkter Reim: a-b-c-a-b-c
- Haufenreim: a-a-a- …
Auf unserem Blog erfährst du außerdem, was man unter einem ‚lyrischen Ich‘ und einem ‚Enjambement‘ versteht.
Tipp:
Wenn du beim Formulieren nach den richtigen Worten suchst, teste den kostenlosen Textumschreiber von QuillBot.