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9. Juli 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
Überarbeitet am
28. November 2025
Diphthonge sind Doppellaute aus zwei verschiedenen Vokalen in einer Silbe (‚Rei – se.‘), die zu einem Laut verschmelzen.
Ein Diphthong gilt demnach als ein einzelner Laut, der in der Schriftsprache jedoch durch zwei hintereinander stehende Vokalbuchstaben ausgedrückt wird. Zu den Diphthongen des Deutschen zählen:
Veröffentlicht am
8. Juli 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
Überarbeitet am
4. Juni 2025
Komposita sind Zusammensetzungen aus zwei oder mehr Bestandteilen (‚Haus + Tür = Haustür‘).
Meist sind die Bestandteile eigenständige Wörter.
Beispiel: Komposita
Dach + Terrasse = Dachterrasse
Regen + Wurm = Regenwurm
Kaffee + Tasse = Kaffeetasse
BeachteIn seltenen Ausnahmefällen kommt es vor, dass ein Bestandteil des Kompositums kein eigenständiges Wort ist, z. B. bei ‚Brom + Beere = Brombeere‘. ‚Brom‘ ist kein eigenständiges Wort.
Veröffentlicht am
8. Juli 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
Überarbeitet am
13. November 2025
Das Faktenargument ist ein Argument, bei dem wissenschaftliche Fakten aufgegriffen werden, um eine Behauptung (= These) zu begründen.
Bei den Fakten handelt es sich häufig um Daten und Zahlen aus Studien oder statistischen Erhebungen.
Beispiel: Faktenargument
These: Der vom Menschen produzierte CO₂-Ausstoß muss reduziert werden.
Faktenargument: Jährlich stößt die Menschheit 8 Milliarden Tonnen CO₂ aus, die als zusätzliche Treibhausgase einen kontinuierlichen CO₂-Anstieg in der Atmosphäre bewirken.
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8. Juli 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
Überarbeitet am
18. November 2025
Die Redewendung ‚08/15‘ (sprich: ‚nullachtfünfzehn‘) bedeutet so viel wie ‚mittelmäßig‘, ‚belanglos‘ oder auch ‚langweilig‘.
‚08/15‘ wird in der Alltagssprache meistens abwertend benutzt, um die Durchschnittlichkeit oder auch Minderwertigkeit von etwas zu betonen.
Beispiel: Verwendung von 08/15Person 1: „Und, wie hat dir die Ausstellung gefallen?“
Person 2: „Geht so. Vor allem die Fotos waren in meinen Augen nur 08/15.“
Person 2 drückt mit ‚08/15‘ aus, dass sie die Fotos der Ausstellung als gewöhnlich und wenig originell empfunden hat.
BeachteDie Redewendung wird häufig fälschlicherweise so geschrieben: ‚0815‘.
Korrekt ist aber die Schreibweise mit Schrägstrich in der Mitte: ‚08/15‘.
Alternativ kannst du den Ausdruck auch ausformuliert schreiben: ‚null-acht-fünfzehn‘.
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2. Juli 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
Überarbeitet am
13. November 2025
Ein normatives Argument ist eine Aussage, die sich auf soziale Normen und Werte stützt, um eine Behauptung (= These) zu untermauern.
Soziale Normen sind festgelegte Regeln oder Wertvorstellungen, die in der Gesellschaft allgemein akzeptiert sind.
Dazu zählen beispielsweise
Respekt vor dem Eigentum anderer,
Pünktlichkeit,
Ehrlichkeit.
Beispiel: normatives ArgumentEin gefundenes Portemonnaie sollte immer zur Polizei oder ins Fundbüro gebracht werden. Man darf das Eigentum anderer Personen nicht einfach an sich nehmen.
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28. Juni 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
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13. November 2025
‚Post hoc ergo propter hoc‘ (kurz: ‚post hoc‘) oder auch ‚Post-hoc-Fehlschluss‘ ist ein weit verbreiteter Denkfehler.
Bei diesem Denkfehler wird ein Ereignis ohne weitere Überprüfung allein aufgrund der zeitlichen Abfolge als Ursache für ein anderes Ereignis angenommen.
Die lateinische Redewendung ‚post hoc ergo propter hoc‘ bedeutet so viel wie ‚nach diesem, also wegen diesem‘.
Bei diesem logischen Fehlschluss werden alle anderen Aspekte ignoriert, die sich außerhalb der Abfolge der beiden Ereignisse befinden. Dieses Vorgehen führt häufig zu falschen Schlussfolgerungen.
Beispiel für einen Post-hoc-FehlschlussEine Person nimmt an, dass die Einnahme eines homöopathischen Mittels direkt zu einer Verbesserung ihres Gesundheitszustandes geführt hat.
Dabei berücksichtigt sie keine weiteren Faktoren, z. B. eine kurz zuvor erfolgte Ernährungsumstellung oder weniger Arbeitsstress.
Post-hoc-Fehler machen deutlich, wie wichtig eine gründliche Analyse ist.
Das Verständnis des Post-hoc-Fehlschlusses ist wichtig, um in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik faktenbasierte Entscheidungen zu treffen und Strategien zu entwickeln.
Das Erkennen des Fehlschlusses hilft bei der Unterscheidung zwischen bloßen Korrelationen
(= Zusammenhängen) und tatsächlichen Kausalzusammenhängen (= Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen).
In der Forschung ist es von großer Bedeutung, ob zwei Ereignisse in irgendeiner Weise zusammenhängen (= korrelieren), oder ob Ereignis A die Ursache für Ereignis B ist.
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28. Juni 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
Überarbeitet am
13. November 2025
Red Herring (engl. für ‚Roter Hering‘) ist ein unsachliches Argument, mit dem ein Gespräch gezielt auf ein Nebenthema geleitet wird. So wird von einer Schwäche oder einem unangenehmen Thema abgelenkt.
‚Red Herring‘ steht sprichwörtlich für ‚Ablenkungsmanöver‘ oder ‚Finte‘.
Beispiel: Red HerringEin Fußballtrainer wird in einem Interview für die Spieltaktik seiner Mannschaft kritisiert.
Anstatt darauf zu reagieren, lenkt er von der eigenen Schwäche ab und kritisiert die Fehlentscheidungen des Schiedsrichters.
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26. Juni 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
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13. November 2025
Ein Totschlagargument ist eine schwer zu widerlegende Aussage, die verunsichern soll. Es wird verwendet, um die Argumente des Gegenübers als haltlos darzustellen.
Ein Totschlagargument ist unsachlich und dient nicht dazu, eine aufgestellte Behauptung (= These) inhaltlich zu belegen. Es zählt daher zu den sog. ‚Scheinargumenten‘.
Totschlagargumente können das Gegenüber derart irritieren, dass das Gespräch dadurch beendet wird. Eine weitere Diskussion wird quasi ‚totgeschlagen‘.
Ein synonym gebrauchter Begriff ist ‚Killerphrase‘.
Beispiel: TotschlagargumentDu möchtest dein Gegenüber von einer neuen Idee überzeugen und schilderst deinen konkreten Umsetzungsplan.
Dein Vorschlag wird folgendermaßen zurückgewiesen: „Das haben wir noch nie so gemacht, das wird nichts.“
Das vorgebrachte Totschlagargument enthält keinen Beleg, warum dein Plan nicht funktionieren sollte.
Dennoch hat der Einwurf vermutlich eine starke Wirkung auf dich, da du ihn nicht spontan entkräften kannst. Es könnte sein, dass du verunsichert bist und deine weiteren Ausführungen sogar beendest.
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24. Juni 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
Überarbeitet am
25. November 2025
Der Numerus ist eine grammatische Kategorie. Er zeigt an, ob es sich um eine oder mehrere Sachen oder Personen handelt.
Es gibt im Deutschen zwei Formen des Numerus:
Singular (Einzahl)
Plural (Mehrzahl)
Um Singular oder Plural eindeutig darzustellen, müssen bestimmte Wortarten an den Numerus angepasst werden. Dazu zählen Nomen, (die meisten) Pronomen, Artikel, Adjektive und Verben.
Anpassung der Wortarten an den Numerus
Wortarten
Numerus
Singular
Plural
Nomen
Kind
Kinder
Pronomen
er
sie
Artikel
der, die, das
die
Adjektive
neue (‚das neue Auto‘)
neuen (‚die neuen Autos‘)
Verben
blüht (‚die Blume blüht‘)
blühen (‚die Blumen blühen‘)
Weitere grammatische Kategorien, an die einige Wortarten angepasst werden, sind Kasus, Genus und Person.
BeachteDer Begriff ‚Numerus Clausus‘ steht in keiner Verbindung mit dem grammatischen Numerus.
‚Numerus Clausus‘ bezeichnet die Durchschnittsnote des Abiturs, die notwendig ist, um zu einem bestimmten Studiengang zugelassen zu werden.
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14. Juni 2024
von
Anna Fragel, B.Sc.
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5. März 2025
Viele Adjektive können gesteigert werden. Neben dem Positiv (Grundform: ‚fein‘) gibt es den Komparativ (Höherstufe: ‚feiner‘) und den Superlativ (Höchststufe: ‚feinste/r/s‘ bzw. ‚am feinsten‘).
Mithilfe des Komparativs lassen sich zwei Sachen oder Lebewesen in Bezug auf eine gemeinsame Eigenschaft vergleichen: ‚X ist verständlicher als Y‘.
Auch der Grad einer Eigenschaft lässt sich auf diese Weise ausdrücken:
‚Das Zustandekommen von X ist wahrscheinlicher als das von Y‘.
Mithilfe des Superlativs wird die höchste Steigerungsform oder der höchstmögliche Grad einer Eigenschaft verdeutlicht: ‚X ist am schlausten von allen‘.
Beispiel: Positiv, Komparativ und Superlativ von Adjektiven