Was sind Partizipien? | Beispiele und Übungen

Partizipien sind Verbformen, die häufig wie Adjektive verwendet werden.

Du unterscheidest zwei Partizipien im Deutschen:

Mit dem Partizip 1 beschreibst du eine Handlung, die noch nicht beendet ist. Dagegen drückst du mit dem Partizip 2 eine Handlung aus, die schon vorbei ist.

Beispiel: Partizipien
Partizip 1: Der singende Tenor steht auf der Bühne.

  • Hier ist die Handlung (= das Singen), die mit dem Partizip 1 beschrieben wird, noch nicht abgeschlossen.

Partizip 2: Die Kritikerin äußerte sich positiv über die gesungenen Arien. 

  • Die Handlung (= das Singen), die durch das Partizip 2 ausgedrückt wird, ist hier bereits abgeschlossen.

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Plusquamperfekt: Beispiele und Übungen

Das Plusquamperfekt ist eine Zeitform (= Tempus) im Deutschen.

Mit dem Plusquamperfekt beschreibst du Ereignisse, die vor anderen vergangenen Ereignissen passiert sind.

Das Plusquamperfekt wird daher auch ‚Vorvergangenheit‘ genannt.

Das Ereignis, das auf das Ereignis im Plusquamperfekt folgt, steht in der Regel im Präteritum (= erste Vergangenheit).

Beispiel: Verwendung des Plusquamperfekts
Bevor Anna trainierte, hatte sie gelernt.

Nachdem Anna trainiert hatte, ging sie ins Kino.

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Partizip 2: Beispiele, Bildung und Verwendung

Das Partizip 2 (= Partizip Perfekt) ist eine Verbform wie ‚gekauft‘.

Mit dem Partizip 2 drückst du eine Handlung aus, die bereits abgeschlossen ist.

Beispiel: Partizip 2
Marie gefällt ihr neu gekauftes Handy.

  • Hier ist die Handlung (= der Kauf), die mit dem Partizip 2 ausgedrückt wird, schon vorbei.

Du verwendest das Partizip 2 unter anderem

  • zur Bildung des Perfekts,
  • zur Bildung des Passivs oder
  • als Adjektiv.

Das Perfekt ist eine Zeitform der Vergangenheit und das Passiv ist eine Verbform, bei der eine Handlung betont wird.

Beispiel: Partizip 2 – Verwendung
Perfekt: Marie hat ein Handy gekauft.

Passiv: Das Handy wird gekauft.

Adjektiv: Das gekaufte Handy liegt auf dem Tisch.

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Partizip 1: Beispiele und Übungen

Das Partizip 1 (= Partizip Präsens) ist eine Verbform wie ‚lesend‘.

Mit dem Partizip 1 drückst du eine Handlung aus, die zur gleichen Zeit wie eine andere Handlung stattfindet und noch nicht abgeschlossen ist.

Beispiel: Partizip 1
Der lesende Student sitzt in der Bibliothek.

  • Hier finden zwei Handlungen gleichzeitig statt: Der Student liest und sitzt.

Das Partizip 1 verwendest du meist wie ein Adjektiv (= Eigenschaftswort), das in der Regel vor einem Substantiv steht.

Das Partizip 1 wird dabei in Genus (= Geschlecht), Numerus (= Anzahl) und Kasus (= Fall) an das Substantiv angepasst und beschreibt dieses näher.

Beispiel: Partizip 1 als Adjektiv
Der lesende Student sitzt in der Bibliothek.

Die lesenden Studierenden sitzen in der Bibliothek.

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Partizip Präsens | Beispiele und Übungen

Das Partizip Präsens (= Partizip 1) ist eine Verbform wie ‚fernsehend‘.

Du schilderst mit dem Partizip Präsens eine Handlung, die noch nicht vorbei ist und zur gleichen Zeit wie eine andere Handlung stattfindet.

Beispiel: Partizip Präsens
Die fernsehende Studentin sitzt auf dem Sofa.

  • Hier geschehen zwei Handlungen zur gleichen Zeit: Die Studentin sieht fern und sitzt auf dem Sofa.

Das Partizip Präsens wird in der Regel wie ein Adjektiv (= Eigenschaftswort) verwendet und steht dann meist vor einem Substantiv.

Es beschreibt dieses näher und wird daran in Genus (= Geschlecht), Numerus (= Zahl) und Kasus (= Fall) angepasst.

Beispiel: Verwendung des Partizip Präsens als Adjektiv
Die fernsehende Studentin sitzt auf dem Sofa.

Die fernsehenden Studentinnen sitzen auf dem Sofa.

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Präteritum im Deutschen | einfach erklärt mit vielen Beispielen

Das Präteritum ist eine Zeitform (= Tempus) von Verben im Deutschen.

Du beschreibst damit Ereignisse, die bereits vergangen sind.

Das Präteritum wird vor allem in der Schriftsprache verwendet, etwa in

  • Berichten (z. B. Zeitungsberichten),
  • Erzählungen (z. B. Novellen) oder
  • wissenschaftlichen Arbeiten.
Beispiel: Präteritum – Verwendung
Zeitungsbericht: Der Bürgermeister begrüßte die Gäste.

Novelle: „Das Rad an meines Vaters Mühle brauste und rauschte schon wieder recht lustig …“ („Aus dem Leben eines Taugenichts“ – Joseph von Eichendorff)

Wissenschaftliche Arbeit: Die Untersuchung zeigte, dass die Rendite von Aktien durch den Wochentag beeinflusst wird.

Auch mit dem Perfekt kannst du vergangene Ereignisse schildern. Im Gegensatz zum Präteritum wird das Perfekt aber besonders beim Sprechen benutzt.

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Perfekt im Deutschen: einfach erklärt mit vielen Beispielen

Das Perfekt ist eine Zeitform in der deutschen Sprache, die eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit beschreibt. Es wird oft in der gesprochenen Sprache verwendet und drückt aus, dass eine Handlung kürzlich beendet wurde und immer noch eine Auswirkung auf die Gegenwart hat.

Beispiel: Verwendung des Perfekts
Ereignis in der Vergangenheit: 

Paul hat gestern ein Buch gekauft.

Folge/Ergebnis: Paul hat das Buch jetzt.

Ereignis, das in der Zukunft abgeschlossen sein wird: 

In zwei Wochen hat Paul das Buch gelesen.

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Rhetorische Mittel | Liste, Wirkung und Übung

Rhetorische Mittel (von altgriech. ‚rhētorikḗ‘ = ‚Redekunst‘) sind Stilmittel, mit denen du überzeugender sprechen und schreiben kannst.

Beispiel: rhetorisches Mittel
„Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen.“ – Arthur Schopenhauer

Dieser Satz ist eine Antithese, denn darin werden Ausdrücke mit gegensätzlicher Bedeutung einander gegenübergestellt („Vom Schlechten“ und „das Gute“ sowie „zu wenig“ und „zu oft“).

Mit einer Antithese kannst du eine Aussage zuspitzen und sie dadurch interessanter machen.

Tipp
Um besser zu formulieren, nutze den kostenlosen Textumschreiber von QuillBot.

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Das Gerundiv im Deutschen: Bildung und Verwendung

Das Gerundiv ist eine Verbform wie ‚zu besichtigend‘.

Mit dem Gerundiv wird ausgedrückt, dass etwas getan werden kann (= Möglichkeit) oder getan werden muss bzw. soll (= Notwendigkeit).

Beispiel: Gerundiv
Möglichkeit: das zu besichtigende Haus

  • Das Haus kann besichtigt werden

Notwendigkeit: das zu renovierende Haus

  • Das Haus muss/soll renoviert werden.

Du verwendest das Gerundiv meist wie ein Adjektiv (= Eigenschaftswort).

Es steht vor einem Substantiv, an das es in Genus (= grammatisches Geschlecht), Numerus (= Anzahl) und Kasus (= Fall) angepasst wird.

Beispiel: Gerundiv als Adjektiv
Das zu besichtigende Haus steht zum Verkauf.

Die zu besichtigenden Häuser stehen zum Verkauf.

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Unregelmäßige Verben im Deutschen: Liste und Beispiele

Es gibt im Deutschen 4 Arten von unregelmäßigen Verben:

Diese Verben sind unregelmäßig, weil sich zwischen ihren Stammformen der Verbstamm unterscheidet.

Die Stammformen eines Verbs (z. B. ‚finden‘) dienen dazu, den Verbstamm (z. B. ‚find-‘) zu erkennen und so alle Formen eines Verbs zu bilden. Es gibt im Deutschen drei Stammformen.

Der Verbstamm ist der Teil eines Verbs, der übrig bleibt, wenn du eine Stammform um die Konjugationsendungen und -vorsilben kürzt, wie die folgende Tabelle zeigt.

Stammformen und Verbstämme unregelmäßiger Verben
Erste Stammform

 

Zweite Stammform

Dritte Stammform

 

Starkes Verb finden fand gefunden
Gemischtes Verb rennen rannte gerannt
Hilfsverb haben hatte gehabt
Modalverb müssen musste gemusst
Verbstämme
Starkes Verb find- fand -fund-
Gemischtes Verb renn- rann- -rann-
Hilfsverb hab- hat- -hab-
Modalverb müss- muss- -muss-

Wie du siehst, entspricht die zweite Stammform des starken Verbs ‚finden‘ dem dazugehörigen Verbstamm (jeweils ‚fand‘).

Der Grund dafür ist, dass starke Verben in der zweiten Stammform keine Personalendung haben.

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