Crashout gehen | Bedeutung in der Jugendsprache

Ein ‚Crashout ist in der Jugendsprache ein Ausraster, Wutanfall oder emotionaler Zusammenbruch.

Crashout gehen‘/‚auscrashen‘ bedeutet entsprechend so viel wie ‚(völlig) ausrasten‘, ‚(komplett) durchdrehen‘ oder ‚emotional zusammenbrechen‘.

Beispiel: Crashout/crashout gehen
A: Digga, wenn du mir noch einmal mit deinen fettigen Pommesfingern an die neue Jacke packst, geh ich crashout!
B: Das sind keine Pommes, sondern Kartoffelspalten. Also chill mal!!

A: Ben ist gestern im Stream wieder voll ausgecrasht!
B: Ach komm, der faked doch nur. Der geht doch immer crashout

Tipp
Bevor du beim Schreiben crashout gehst, nutze die kostenlosen Tools von Quillbot, z. B. den Textumschreiber oder den KI-Text-Generator.

Crashout gehen: Bedeutung des Jugendwortes

Das Jugendwort ‚Crashout‘ steht für einen Ausraster, Wutanfall oder emotionalen Zusammenbruch.

Man sagt jedoch nicht, dass man ‚einen Crashout hat‘, sondern eher, dass man ‚crashout geht‘ oder ‚auscrasht‘.

Beispiel: crashout gehen – Verwendung
A: Das WLAN hört nicht, wenn du es anschreist.
B: Ey, schon dreimal den Router neu gestartet. Ich geh gleich crashout!

A: Schon gehört, Leni hat gestern mit Maxim Schluss gemacht.
B: Ja, und der soll voll ausgecrasht sein …

Umgangssprachliche Ausdrücke mit einer ähnlichen Bedeutung wie ‚crashout gehen‘ sind ‚ausrasten‘, ‚ausflippen‘, ‚durchdrehen‘ oder ‚explodieren‘.

Alle diese Verben drücken aus, dass man die Beherrschung verliert und sich von einem Gefühl überwältigen lässt. Genau das ist auch der Kern von ‚crashout gehen‘.

Beachte
  • Als Substantiv (‚der Crashout‘/‚ein Crashout‘) schreibt man den Ausdruck groß.
  • Als Adverb in Verbindung mit dem Verb ‚gehen‘ schreibt man ‚crashout‘ klein.
Tipp
Über die neuesten Trends und Entwicklungen in der Jugendsprache halten wir dich in unserem Artikel über das Jugendwort 2026 auf dem Laufenden.

Crashout gehen: Herkunft

Das JugendwortCrashout‘/‚crashout gehen‘ leitet sich von dem Verb ‚to crash out‘ ab. Es wird im Englischen getrennt geschrieben und hat ursprünglich folgende Bedeutungen:

  1. vor Müdigkeit sofort einschlafen (= ‚einpennen‘, ‚wegpennen‘)
  2. überraschend aus einem Sportwettkampf ausscheiden (= ‚rausfliegen‘)

Das Cambridge Dictionary erklärt diese beiden Bedeutungen wie folgt:

  1. „to go to sleep very quickly because you are very tired: I just want to go home and crash  out.“
  2. „to lose in a sports competition when you were expected to win:
    Italy crashed out in the first round after failing to score a single goal.“

Über die Verwendung in den sozialen Medien hat sich die Bedeutung erweitert und verschoben, sodass Jugendliche den Ausdruck heute vor allem im Sinne von ‚ausrasten‘ oder ‚zusammenbrechen‘ verwenden.

Zur Verbreitung in Deutschland trug sein Gebrauch in der Streaming-Szene und Popsongs wie „Crashout gehen“ (2025) von Kati K. bei. Hier ein Auszug aus den Lyrics:

„Ich würd komplett
Wenn ich dich mit ihr lächeln seh’
Lass mal nicht vom Worstcase ausgeh’n
Es gibt ja eig’ntlich kein’n Grund, oh-oh
Ich würd komplett crashout geh’n
Wenn du ihr von dei’m Tag erzählst
Lass mal nicht vom Worstcase ausgeh’n
Es gibt ja еig’ntlich kein’n Grund, oder doch?“

Weitere Anglizismen in der Jugendsprache sind:

Brat Ghosten Ragebait Trippin’
Brainrot Girl Math Rawdogging Yapping
Chopped Lit Six Seven Yessirski
Flexen Mogged Swag Yikes

Häufig gestellte Fragen zu Crashout gehen (Jugendwort)

Was ist ein ‚Crashout‘?

Ein Crashout ist in der Jugendsprache ein Ausraster, ein Wutanfall oder ein emotionaler Zusammenbruch.

Häufig wird der Ausdruck als Adverb in Verbindung mit ‚gehen‘ verwendet. ‚Ich geh crashout‘ bedeutet dann z. B.:

  • Ich raste (völlig) aus
  • Ich dreh (komplett) durch
  • Ich brech zusammen

Diese Jugendwörter könnten dich auch interessieren:

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Warum sagt die Generation Z ‚Crashout‘?

Die Generation Z verwendet den Ausdruck ‚Crashout‘ im Sinne von ‚Ausraster‘, ‚Wutanfall‘ oder ‚emotionaler Zusammenbruch‘.

Wenn jemand ‚ich geh crashout‘ sagt, heißt das entsprechend

  • ‚ich raste (völlig) aus‘,
  • ‚ich dreh (komplett) durch‘ oder
  • ‚ich brech zusammen‘.

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Alexander Schnorbusch, M.A.

Alexander hat Philosophie und Literarisches Schreiben studiert und promoviert aktuell an der Hochschule für Philosophie München. Er schreibt über Grammatik, Stil und effektiven Sprachgebrauch.

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